Einleitung. Erstes Kapitel.
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kleinen Stadt, nur daß die kämpfenden Parteien je nach der Leb-haftigkeit und Vollständigkeit der ihnen zu teil gewordenen Ent-wickelung zum Gleichheits- und Gesamtstaat, bald Oligarchen undDemokraten, bald Reiche und Arme, bald Geschlechter und Ge-meinden sind. Wo diese letzteren die ausgleichende Umgestaltungzum Gesamtstaat versäumt hatten, da wurden sie von demtreibenden Geiste dieses Krieges auf das Furchtbarste erfaßt undin schreckliche Bürgerkriege hineingerissen. Dies beweist dasBeispiel von Korky'ra. Hier hatten bis zum Jahre 427 v. Ehr.die korinthischen Geschlechter ruhig neben der Gemeinde gelebt,welche aus Chalcide'nsern und hellenisierten illyrischen Libu'r-nern bestand. Da kam der Krieg über sie, die Gegensätzehatten sich nicht gemildert, und in dem ausbrechende zwei-jährigen Bürgerkampfe wurden die edlen Geschlechter alle er-schlagen.
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Als aber die Staatenbildung sich überall in Griechenlandvollzogen hatte, und die Verfassungen sich zu Demokratieen undOligarchieen der verschiedensten Art entwickelt hatten, lebte dochin allen Staaten eine größere oder kleinere Anzahl von Staats-angehörigen mit schlechterem Rechte, das sie zum Teil durch förm-liche Verträge oder sonst wie vom Staate erhalten konnten.^Daher konnte noch Aristoteles es zu seiner Zeit als eine schwie-rige Frage aufstellen: wer in einem Staate Staatsbürger seiund wer nicht. In der^ Beantwortung derselben legt er, sowissenschaftlich streng er auch die übrigen Staatsformcn und selbstihre Entartungen behandelt, stillschweigend die Demokratie zuGrunde, und wir müssen ihm darin folgen. Denn trotz der
4. S. Politik, III, I und die betreffende Anmerkung.