Einleitung. Erstes Kapitel.
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nicht zu leugnen ist, daß die Oligarchieen von vornherein denTrieb hatten, immer mehr zusammenzuschrumpfen und sich schließlichals „dynasteutisches" Regiment, als das Regiment weniger be-vorrechteter Familien, wie Aristo'teles es nennt, und endlich alsreines Dynafftenregiment zu gestalten.
Der erste Umstand, welcher die Bildung des allgemeinenStaatsbürgers in den griechischen Republiken begünstigte, wardie Herrschaft der Tyrannen. Tyrannen sind Weichmacher. Unterihrem oft wohlthätigen Druck lernten „Geschlechter" und „Ge-meinde" sich miteinander vertragen, und die zukünftige Gleichheitbereitete sich in der Stille vor, während der Staat von derTyra'nnis nach außen hin gesichert, wie der junge Baumstammdurch das schützende Dornengeflecht, sich ruhig zur künftigen Frei-heit entwickelte. Ganz anders aber gestaltete sich die Sache, alsdie Griechen durch die Perserkriege mit dem Orient genauer be-kannt geworden waren, als sich ein ungewöhnlicher Wissensdrangder Nation bemächtigt hatte, als eine Menge nützlicher Kennt-nisse die Gesellschaft umgestaltet hatte, als Gewerbthätigkeit,Schiffahrt und Handel zu blühen begannen und in den Ver-mögensverhältnissen große Umwälzungen eingetreten waren. DerBesitz und das Vermögen haben zu allen Zeiten auch politischeMacht gegeben; zuerst das Grundvermögen und dann das be-wegliche, das Kapitalvermögen, und das ist auch in den griechi-schen Republiken der Fall gewesen. Das abgeschloffene, nichtselten unruhige Nebeneinanderleben von Geschlechtern und Gemeindekonnte bei solchen Veränderungen der elementaren Lebensbedin-gungen nicht länger so weiter fortbestehen. Geschlechter und Gemeinde,früher durch den Hammer der Tyrannengewalt unvollkommen zu-sammengetrieben, begannen miteinander zu verschmelzen, die Ge-schlechterstämme wichen überall den dem Mechanismus der Re-gierung zu Grunde liegenden örtlichen Stämmen („Phy'len",wie die ersten genannt), in welchen als in Verwaltungsdistriktenohne Unterschied Geschlechter und De'mos, Arme und Reiche
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