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Für dm Sanitäts-Dienst wurde I)r. Ignaz Stahlst als Gcncral-StabSarzt mit derEinrichtung eines besondern Feldarzt- und Apothekerstabcs betraut, ebenda Nr. 962 S.210 , an der Pester Universität dem vr. Aloys Szabü eine neue mit 1000 fl. dotirteLehrkanzel zur Ausbildung von Feldschmicdcn verliehen ( 29 . November), die Abhaltungöffentlicher populärer Vorlesungen über Krankenpflege veranstaltet ( 30 .), vom Minisle-rial-Nath Joh. Balaffa der praktische Lehrcnrs für Fcldärztc durch Vorträge ans dergerichtlichen Medicin vervollständigt (6. Deccmbcr). Für die Militär-Justiz wurde einprovisorischer oberster Gerichtshof mit dem Gencral-Anditor Johann Halzl, ein kön.nngar. Militär-Obcrgericht mit dem Major und Stabs-Auditor Enthstin Ncdclkovich alsPräsidenten eingerichtet ic.
217 ) S. 291 . Jauotyekh Archiv III. S. 232 f. 235 s. 351 ; Szenen undBilder a. d. nng. Rev. Kriege S. 161 — 166 , nnd vorzüglich der Aufsatz im Ocstcrr.Lloyd 1850 : „die Leibgarde Kossnth's", ans welchem wir zur belehrenden Erheiterungoder erheiternden Belehrung einige Stellen ansührcn wollen. Die Gefühle nnd Er-wartungen welche die Pester „Freiwilligen" bei ihrem heldenmäßigcn Anerbieten leitetenschildert der Verfasser so: „Nun aber lagerte zn jener Zeit eine, wie man glaubte, un-überwindliche ungarische Armee bei Parndorf, Wien war im Hellen Aufruhr, nnd sohoffte man ohne Schwertstreich in die Kaiscrstadt einzichcn zn können. Welche Herr-lichkeiten warteten aber nicht der siegreich Einzichenden, und vorzüglich der LeibgardeKossnth's in Wien! Kränze Blumen, gestreut von schönen Händen, Volksversamm-lungen Festmahle, vor allem aber an der Quelle selbst der Göttertrank: Bockbier; diesalles waren so glänzende Aussichten, daß sie sogar jenen Männern der nüchternstenProsa die Köpfe verdrehten, und so kam cs denn, daß, als am Tage des Abmarschesdie wirbelnden Töne der Trommeln durch die noch stillen Gaffen ertönten, der neueMarktplatz bald. von kühnen Kämpen wimmelte, die, indem von ihren Frauen nndTöchtern noch die letzte anmnthig duftende Hammclskenlc in die schon überfüllten Pa-trontaschcn gesteckt wurde, von den Weinenden mit männlicher Fassung Abschied nah-men". (Der Verfasser erinnert bei dieser Gelegenheit an eine ähnliche Erfahrung dieBcm vor Beginn seines sicbenbürgischcn Feldzuges machte indem er die DebreczinerN. G> musterte: „Als er die Reihen derselben hindnrchschritt schlug ein ganz cigcn-tbümlichcr Duft an seine Gernchsncrven. Nnn durchsuchte er ihre Patrontaschcn nndfand daß sic zwar nicht mit Munition, aber um so reichlicher mit frischem wohldustcn-den Speck versehen waren. Der Alte bemerkte hieraus schmunzelnd: Hm, dies scheinenmir ausdauernde Leute zu sein!") Allein die gefüllten Patrontaschen waren nicht fürdie Ewigkeit, „die Privat-Vorräthc gingen zn Ende", fährt unser Pester Freiwilligerfort, „wir wnrden ans Soldaten-Rationen gesetzt, und ach! mit welchen Gefühlenwürgten wir die ersten Bissen harten Zwiebacks herunter. Gegen Abend nmdüsterte sichnoch dazu der Himmel, ein kühler Herbstregen trug nicht wenig bei, um den Feuereiferunseres Heroismus zu kühlen, nnd als wir gar die Nacht ans dem Schiffe znbringcnmußten, und der vom Winde gepeitschte Regen in unsere erstarrten Glieder fnhr, wieverfluchten wir da nicht die Stunde, wo wir uns durch die Chimäre des Ruhmes an-lockcn ließen!" Man kam im Lager von Parndorf an, wo die Unzufriedenheit, dasMnrrcn mit jedem Tage wuchs. „Behandelt man so", hieß es, „die Bürger der Haupt-stadt, nimmt sich Koffuth dieser Art seiner Leibgarde an, sind wir gemeine Honvcds,daß man uns da hungern nnd frieren läßt?" Diese nnd noch wehmüthigere Klagenkonnte man vom Morgen bis zni» Abend hören. Ja, als eines Morgens GeneralMoga während eines Rittes nm's Lager auch zn uns gelangte, welch ein höllischesSpcetakcl zeigte sich da den Angen des greisen Soldaten! Sogleich wurde er von