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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Aiisbruck dcr Kaiserliche» oen Dutla.

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war der Mangel an technischer Truppe zn beklagen; mn einige Abhilfezn treffen ließ Schlik ans den Unter-Ofsicicrcn und der Mannschaftseiner Infanterie eine Anzahl salcher answählcn die Erd- nnd Holz-Ar-beiten kannten, nnd zn einer bcsondern Abtheilnng unter Oberl. Fröhlichvon Elmbach von Deutschmeistern zusammenstcllen. Sein Corps theilteer in drei Brigaden, GM. Fiedler, Graf Pergen, Graf Deym, die sichin der zweiten Hälfte November nächst der ungarischen Grünze in DuklaZmigrod und Krosno sammelten. Der Feldherr selbst verließ am 28.Krakau, traf am 1. Deccmber in Dnlla ein nnd richtete am 2. einenkurzen Aufruf an seine Truppen der mit den Worten schloß:Wir liebenunfern Kaiser, das Recht ist ans unserer Seite, wir gehören zur bravenösterreichischen Armee das weitere wird sich finden". Die galizischenRuthenen sandten ihren ungarischen Stammesbrüdern einen kriegerischenGruß:Wie wir hier der polnischen, so erläget ihr drüben der magya-rischen liebcrmacht. Die kaiserlichen Truppen kommen nicht um die Frei-heit zn vernichten oder zu schmälern, sondern um Alle derselben theilhaf-tig zn machen. Euch und eure gerechte Sache empfehlen wir Gott, unsaber nnd unsere Truppen eurer Liebe". Anhaltender Regen mit heftigemSchneegestöber abwechselnd verzögerte nm einige Tage den Ausmarschder erst am 5>. begann; am 0. wurde die Grünze an zwei Punkten über-schritten, über Graab gegen Zborov und über Barvinek gegen Svidnik.Der Rücke» des mächtige» Karpathcnstockcs erglänzte in flimmerndemSchnee van dem sich das dunkle Tannengrün der nieder» Borbcrge präch-tig abhvb; unter Sang nnd Klang mit fliegendem Banner ziehen dunkleMassen die Höhen hinan, steigen in die Niederung hinab, die Strahlender Morgcnsonnc spielen funkelnd an den Bajonnetcn, an den blankenHelmen und Kürassen der Panzcrrcitcr. Unten im Thal erwartet sie mitseinem Stabe der Feldherr, gibt ihren Fahnen nnd Standarten den Ch-rengrnß, läßt sic an sich vorübcrzichen längs des rauschenden Gebirgs-wasserS, wo sich stellenweise das Fußvolk über Steine und einzeln gelegteBretter forthilft, während sich Pferde und Fuhrwerk mitten durch dieWellen ihren Weg bahnen.

Wohl in keiner der Hceresabthciknngen herrschte so ein Sinn »nd eineSeele wie in dem Schlik'schen Corps: es war die Persönlichkeit des Führerswelche dies Band knüpfte. Einem der ältesten und berühmtesten böhmischen Dy-nasten-Geschlechter entsprossen, am 23. Mai 1789 zu Prag geboren,erst für die diplomatische Laufbahn bestimmt und vom strengen Vater zur

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