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7 . 12. Die römische Frage und die Brüsseler Coiifercnzeil.
als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister ernannt,während Oesterreich in London stets einen Botschafter hatte, wie auch znrStunde Viscount Ponsonby in Wien diesen Rang besaß. „Das verlangteine Erklärung", sagte Palmerston als ihm Koller die Ernennung Collo-redo'S anzeigte. Unser Geschäftsträger erwiederte: „wahrscheinlich sei seinCabinet von dem Grundsätze abgegangen Botschafter zu ernennen, wollediese Rangstufe unter den gegenwärtigen Verhältnissen eingehcn lasse»,wie denn auch Graf Buol nach St. Petersburg nur in der Eigenschafteines Gesandten gehe". Mittlerweile stiegen am politischen Horizont neueWolken auf. Am l. Februar wurden die Turnier Kammern unter denAnspielen des Ministeriums Gioberti vom Könige mit einer Thronredeeröffnet worin sich Karl Albert nicht entblödete, von „Seinen" lombardisch-venetianischen Provinzen, „so thener Unserem Reiche und Unserem Herzen"zu sprechen, was i» Verbindung mit der doppelten Thalsache: daß die sar-dinische Flotte noch fortwährend in den Wässern von Venedig kreuzteund daß die sarkinische Regierung der Lagunenstadt eine monatliche Bei-steuer von 600000 Fr. bewilligt hatte, einer Kriegserklärung gegen Oester-reich glcichkam. Acht Tage später, 7. Februar, erfolgte die Flucht desGroßherzogö Leopold II. aus Siena nach dem Hafcnorte San-Stefanounter den Schutz der britischen Schiffs-Kanonen, ein Ereignis das selbstLord Rüssel das Zugeständnis entlockte: „jetzt gebe es ans der apeiini-nischen Halbinsel nur zwei Regierungen die diesen Namen verdienen, dieösterreichische und die von Neapel". Schwarzenberg's Haltung wurdeschroffer als je. „Wenn es Frankreich so Ernst mit dem Frieden sei",ließ er durch Thom in Paris sagen, „so möge cs seine Mahnungen anden richten der den Angriff vorbereitet". Er bestand mit erhöhtem Nach-druck darauf daß, bevor die Conferenzen eröffnet würden, einerseits dieGrundlage der Verhandlungen fcstgcstellt sei, andrerseits Sardinien Be-weise von der Aufrichtigkeit seiner friedlichen Gesinnungen gebe, indemcS genau die ihm durch den Waffenstillstand auferlegten Verpflichtungeneinhalte und den Geist des Aufruhrs zu nähren .unterlasse LordPalmcrston, dem alles daran gelegen war Frankreich von bewaffnetem Ein-schreiten in Italien abznhalten, drängte mehr und inehr daß der Congrcßeröffnet werde; Viscount Ponsonby und de ka Cour erschienen in dieser Ab-sicht gegen Mitte Februar bei Baron Werner in Wien was dieser „mkrokoroucluuO nahm. Fürst Felix aber schrieb als Antwort nach London:„Oesterreich müße an die Regierung Ihrer britischen Majestät die Frage