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I. 2. Die niederländischen nnd scandinavischen Reiche.
höherem Grade der König, gleichsam die leibhafte Erscheinung des Dänen-thums. Wo er sich in den Straßen sehen ließ, nnd das geschah täglichbei seinen Ritten, jubelte ihm die Menge zu; „aber dieses Volk", fugteein zeitgenössischer Gewährsmann bei, „würde nicht anstehen ihn zu insnl-tiren, vielleicht gar wegzujagen, wenn nicht ein solcher Friede geschlossenwürde der Schleswig mit Dänemark vereinigt." Wie die Stimmung inder Hauptstadt war, so war sie im ganzen Lande ^).
Deutscherseits hatte man Soldaten genug; war es doch außer denContingenten der beiden Herzogtümer das halbe Reich das Truppen nachdem bedrohten Norden schickte, Württemberg Baden Hessen, vor allemaber Preußen das den Aufständischen nicht blos einen großen Theil seinerOfficicrc, sondern auch in seinem General Bonin einen Oberbefehlshabergab der ein lebhaftes Interesse für die Sache bekundete an deren Spitzeer gestellt war; ein Corps von 10000 Hannoveranern und Altenburgern,vom Gen.-Lieutenant Kielmannscgge befehligt, harrte jenseits der Elbenur des Befehls des Höchst-Commandirenden um über den mit dickerEisdecke übcrbrückten Strom nach Holstein zu marschiren. Die Kriegsbc-geisternng der deutschen Schleswig-Holsteiner war nicht lauer als die derJtttländcr und der Insel-Dänen. Sagten diese: „Entweder Schleswigbleibt mit Dänemark vereinigt, oder wir wollen schlagen bis uns der Odemausgeht", so zeigten sich die schleswig'schen Friesen entschlossen eher biszum letzten Mann zu kämpfen als sich von Holstein trennen zu lassen;von einer Wiedervereinigung mit Dänemark in irgend einer Form, ja selbstvon einem selbständigen mit Dänemark nur durch Personal-Union verbun-denen Hcrzogthum Schleswig wollten sic nichts wissen. An den Rcichs-vcrweser, an das Reichs-Ministerium des Aeußern, an die Frankfurter Natio-nal-Vcrsammlung ging eine Adresse nach der andern ab welche diesen Bestre-bungen Ausdrücklich. „Jede andere Stellung Schleswigs", hieß es in einermit 600 Unterschriften versehenen Erklärung aus Flensburg, „wie dieselbeimmer ansfallcn möchte, würde niemals zur Beruhigung der Gemüthcr gerei-chen, keine Gewähr für die Dauer des Friedens enthalten; es würde durch jedeandere scheinbar noch so selbständige Stellung Schleswigs dem Gelüsteder Dänen neue Nahrung, dem nationalen Bewußtsein der Schleswigcrkeine Befriedigung gewährt werden." Die Adresse des Rendsburgcr Bür-gervcreins sprach sich zugleich über die allgemeine deutsche Gcstaltnngs-frage ans: Oesterreich habe „seinen Schwerpunkt nicht in seiner rein-deutschen Bevölkerung", Oesterreich möge mit Deutschland „in das engste