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Das Arsenal hat einen ziemlichen Umfang, ist jedochdem zn Venedig nicht in Vergleich zu ziehen. Es ist miteinem kleinen Hafen versehen, worin Galeeren lagen nndzum Anslaufen Parat stunden. Unter der Zahl der Ge-fangenen sind bis 900 Türken nnd dergleichen afrikanischesRänbergesindel. Ich habe mich mit verschiedenen, welchewohl italienisch sprachen, in Diskurs eingelassen, welchemir ihre Fata erzählten und in Wahrheit vernünftige Ge-danken blicken ließen, gleichwohlen zum Christentum seltenaspirieren. Jedem Ausländer steht frei, gegen Erlegungeiner gewissen Summe Geldes einen solchen Gefangenenzn erlösen.
In diesem Arsenal befindet sich unter anderen vielenSeltenheiten der große Elephant, welcher dem König vomtürkischen Kaiser zum Präsent verehrt worden. DiesesMonstrumtier versetzt in Wahrheit einen Fremden bei demersten Anblicke in äußerste Verwunderung. Seiner un-gemeinen Größe und außerordentlichen Höhe soll schwerlichdas Vorzimmer dahier bei Hofe genugsam Platz gebenkönnen. Die Dicke ist dem übrigen gemäß proportioniert,die Haut etwas dunkel perlfarbig, die Augen klein, dieabhüngenden Ohren gleichen einem immerfort sich öffnendenund schließenden Sacke. Die zwei großen, beiderseits ausdem Rachen hervorgehenden Zähne sind incirca von derLänge dreieinhalb Schuh und an den Spitzen mit Eisenbeschlagen, um dieselben vor dem Spalten oder Zerspringenzu bewahren. Der große Rüssel, welcher einem fünfFuß langen Schweinsrüssel zu vergleichen, ist von sonder-barer Behendigkeit. Wenn der Elephant mit demselbendie Speise nimmt, rollt er solchen wie eine Schnecke zu-sammen nnd steckt ihn, so tief er kann, in das untereMaul, gleichergestalten verfährt er auch bei dem Trinken.Er ist mit dicken eisernen Ketten an den vier Füßen aufdie Erde festgeschlossen. Ich bewunderte, daß derselbe mitsolcher Leicht- und Geschwindigkeit sich niederlegen undanfstehen könnte, als solches ein Pferd nimmer zu thunvermag. Ans Verlangen, zn sehen, wie man diese Maschinebesteige, machte sich sogleich ein Türke gegen eine k^ecom-
Arsenal.