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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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zu laufen anfangen, wovon das erste als Preis ein ge-wisses Stück Sammt erhält.

Zu bewundern ist, wie dieselben unter dem unsäglichenGetümmel der Chaisen, Pferde und Leute, ohne scheu zuwerden, hindurchkommen können, da selbe kaum drei Schuhin der Breite Platz haben. Uebrigens findet man andiesem ganzen Wettlaufe nichts sonderliches, ausgenommendie große Menge der Kutschen und Masken.

Die Zahl der laufenden Pferde ist sechs oder sieben.

Sobald nun dieser Korso geendigt und Lolve Uegina ge-läutet, wird niemand mehr erlaubt, mit einer Maske vor-dem Gesichte ans der Straße sich sehen zu lassen, undsolcher gestalten kontinuiert bis zu Ende des Karnevals,welcher in allem nur acht Tage dauert.

Die Ball oder sogenannten Feste Nobili, deren jeder Feste Norm,sich für sein Geld bedienen kann, sind, wie zu Venedig,von gleicher Anstalt und Beschaffenheit. Ich habe derendrei gesehen und nichts gefunden, was einen zur Lust-barkeit reizen könnte. Nebst diesen werden aber von dersämtlichen Noblesse zu verschiedenen Zeiten dergleichenFestins -gegeben, wobei alle Damen und Kavaliere insehr propren Masken erscheinen und manche, dem Ver-nehmen nach, in recht magnifikem Aufzug sich sehenlassen.

Niemand als der Noblesse ist allda erlaubt, demaskiertzu sein. Uebrigens wird es mit dem Tanzen wie ansden anderen Balls gehalten, da jeder in Geduld sein muß,bis ihm eine Dame präsentiert wird. Die Uatraictiwse-ments werden sowohl den Masken, als sonstigen An-wesenden in Menge gereicht. Seine Durchlaucht warenebenfalls mit gesamter Suite zu einem dergleichen keMminvitiert und wurde zu dem Ende der Ball bis zu DeroAnkunft nicht eröffnet; Höchstdieselbe aber bedankten sichder Ehre und hatten ihr Plaisir bloß im Znschauen.

Abends war Oper.

Den 14., 15., 16. und 17. Februar fuhren SeineDurchlaucht von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittagsunter Begleitung des Antiquar! i Herrn Goes und des