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das Zeichen mit der Glocke gegeben, und war aller Welterlaubt, auf den Gassen maskiert herumzulaufen.
In der großen Straße von der ?orta ckel ?opolc>bis zu derselben Ende wohl in der Länge einer halbenStunde sind auf beiden Seiten der Häuser hölzerneStellagen aufgemacht, auf welchen die Zuschauer um eingeringes Geld Platz finden können.
Gegen 3 Uhr fangen die Kutschen an, in dieserStraße zu promenieren, welches eines der angenehmstenSpektakulen, da nicht sowohl die Herrschaften, als Kutscherund Lakaüs, ja sogar auch die Pferde in allerhand Trachtenmaskiert erscheinen. Die Stellagen, Fenster und Galeriensind ebenmäßig mit viel Tausend Masken besetzt. Dasieht man wohl öfters 200 Kutschen immer eine hinterder anderen ans- und abfahren, welche jedoch in der Mitteso viel Platz zu lassen wissen, daß die Menschen zu Fußdazwischen ungehindert hin und wider laufen können.
Die größte Ehre, so jemand dabei widerfahren mag,ist, wann einer von denselben mit Zucker angeworfen wird.Die öruccerielli und Oottori sind allda mit einander inbeständigem Disput, aus welchem Gespasse öfters einsolcher Ernst wird, daß Leib und Leben in Gefahr steht,gleichwie sich dann bei unserem Aufenthalt zugetragen,daß zwei Personen, unwissend von wem, bei helllichtemTage ermordet worden, da bei einer so großen MengeVolkes nicht möglich, eines solchen Thäters habhaft zuwerden.
Wettlauf der Eine halbe Stunde vor der Nacht fängt der Wettlausder Pferde oder der sogenannte Lorso cke' Larberi an,und zwar folgendermaßen: Es werden die Pferde derKavaliers von den Reitknechten, welche zum laufen be-stimmt sind, auf den ckel ?opo!o geführt und vor
denselben eine Barriere gemacht. Solche sind ohne allenZaum und bloß mit einigen Sporen über dem Leib be-hängt. Wann nun das Zeichen durch den Lmpitaneo cke'Lbirri gegeben wird, müssen alle Chaisen in dieser Straßestille halten, worauf die Barrieren heruntergelassen undsofort die Pferde ihre Freiheit spürend aus vollen Kräften