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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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störung sich derselbe nach Italien geflüchtet. In folgendenZeiten war einer von dessen Abstämmlingen mit NamenProca, welcher zwei Söhne hatte: Nnmitor und Amulius.Dieser als der Jüngere benahm dem Aelteren mit Unrechtund Gewalt die Herrschaft; sogar befahl er, dessen TochterRhea, da sie mit Zwillingen entbunden war, zu ermordenund zu mehrer Versicherung seines Thrones auch diebeiden Kinder in die Tiber zu werfen. Der hiezu Ab-geschickte aber, aus zartem Mitleiden gegen diese Un-schuldigen bewogen, legte solche nur an das Ufer desbesagten Flusses, allwo dieselben durch die Saugungeiner Wölfin eine Zeit lang sollen ernährt, demnächstaber durch einen Schäfer, Faustulus genannt, welcher dasöftere Weinen dieser Kindlein gehört, der Wölfin abgejagtund von dessen Frau Acca Laurentia, welche ihnen auchden Namen Romulus und Remus gegeben, auferzogenworden seien. Beide Kinder wurden bei anwachsendenJahren beherzt und tapfer und nahmen öftermalen denRäubern die entführten Herden ab, weshalb auch Remuseinstens gefangen und wegen verschiedentlich gegen Nu-mitor, seinen unbekannten Großvater, begangener Frevelangeklagt, sofort demselben zur Bestrafung übergebenwurde.

Dieser, durch die Tapferkeit und das edle Ansehendes Jünglings eingenommen, verspürte gegen denselbenin seinem Gemüte alsobald einen besonderen Trieb, umso mehr, als er in dessen Gesicht ein und andere Gleich-nisse seiner Tochter Rhea wahrgenommen, und dachte derSache mehr nach, fand auch nach untersuchten allen Um-ständen, daß wirklich dieser Jnquisit sein eigener Enkel,umarmte denselben und ließ gleichermaßen Romulus, dessenanderen Bruder, vor sich kommen.

Da nun beide das Schicksal ihres Großvaters undzugleich ihr eigenes vernommen, aliierten sie sich mit ihrenGesellen, stritten gegen ihren Großonkel Amulius, brachtenihn um das Leben und setzten ihren Großvater wiederauf den Thron. Durch diesen Sieg bekamen dieselbeneinen großen Zulauf der streitbarsten Jugend, also daß