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Adelige
Verlöbnis«
Ceremonte.
zur Ausflucht fand, gab er sich mit dem Schweife in dasGenick zwei Stiche und blieb tot liegen.
Den l9. Januar nachmittags um 4 Uhr war dieVerlöbniszeremonie des Nobile Carolo Caradinizi mitFräulein Magdalena Contarini, deren Herr Vater als Ge-sandter nach Wien zu gehen bereits die Ordre hatte. Unten ander Thtire stunden die Wachen von Bombardiers. DerKorridor war gedrungen voll mit lauter Nobili, dieDamen erschienen sämtlich in schwarzsammtenen Kleidern,mit Juwelen aufgesetzt, zwischen beiden fliegenden Pala-tinen hingen die langfrisierten Haare, oben am Kopfe miteiner färbigen Masche gebunden, welches zusammen nichtunangenehm ließ. Dies ist die einzige Gelegenheit ge-wesen, die Damen in ihrer Kleidung entdeckt zu sehen.Es scheint derselben Umgang, Lebensart und Munterkeitziemlich graziös und von der sombren Miene ihrer Männergänzlich unterschieden zu sein.
Verschiedene fanden sich darunter, welche die Qualität,sowohl die fremden wie deutschen Herzen in Unruhe zubringen, in großer Perfektion besaßen. Die Braut alleinwar mit einem reichen spanischen Hofkleide von den schönstenFarben geziert.
Zu Ende des Korridors stund unter einem Baldachinetliche Staffeln erhoben ein Lehnsessel und neben diesemein Bischofsstab. Bei Annäherung der Braut und desBräutigams setzte sich der Bischof in den Sessel, vorwelchem sich dann beide Verlobte zusammenstellten undeinander mit Versprechung das Jawort gaben. Es dauertesothane Zeremonie kaum zwei Vater unser lang. DieBraut kniete sich sofort vor ihren beiden Eltern niederund empfing solchergestalten die Benediktion, worauf dieMusik, welche in der Höhe auf einem Chor rangiert war,mit einem Konzert zu fernerer Solennität den Anfangmachte.
Der Brauttanzmeister erschien in einem reichen Kleide,verrichtete die Honneurs und präsentierte in dem Kreisdie Braut an sämtliche Kompagnie, welche deshalb ihrKompliment ablegte. Dieselbe richtete sich endlich zu