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Jiistinakirche.
St. Antouii-Kirche.
her oder warum, vorhanden ist, weßhalb auch dieseMeuchelmörder — Quivalisteu — genannt werden. DieUrsache nun, warum die Republik um die Abstellung dieserenormen Laster sich nicht viel bekümmert, will man einerPolitik zuschreiben, sintemalen hierdurch den unruhigenPaduanern wegen beständig zu befürchtender Revoltegleichsam ein Gebisse angelegt würde. Ich befragte auchden Wirt und andere verschiedene Leute, ob dergleichenMörderei auch dermalen noch im Schwünge ging, welchemir versetzten: Es geschehe zwar solches annoch öfters,aber nicht mehr so vielfältig, wie vorhin.
Nach der Mittagstafel besuchten Seine Durchlauchtdie Kirche der heiligen Justina, welche über die maßenschön und groß und mit dem kostbarsten Marmor, sowohlan Wänden als dem Boden, ausgeziert. Nebst dem hohensehr prächtigen Altar befinden sich annoch 24 andere vondem feinsten und auserlesensten Marmor. Das Vesper-bild von eben dergleichen Stein ist von ausnehmenderPerfektion, jedes Altarblatt kann billigermaßen für einMeisterstück angesehen werden und verdient eine besondereBeschreibung. Die erhabene Arbeit an den Chorstühlenist in der That vortrefflich. Das Kloster besteht in einemweitläufigen großen Gebäu. Unter anderem konnte ichdie Sonderheit dieser Kirche, welche sonst in Italien ganzungewöhnlich, nicht genug bewundern. Vor derselben istein großer Platz, II Lampo 8anto genannt, worauf vieleMärtyrer hingerichtet worden.
. Die Kirche des heiligen Antouii, welcher gemeiniglichdahier II 8onto benamst wird, ist zwar groß, kommtaber jener von der heiligen Justina nicht bei an Schön-heit. Das sehenswürdigste ist die Kapelle dieses Heiligen,dessen Reliquien unter dem hohen Altar ruhen. Alldabrennen unaufhörlich 36 große silberne Lampen und istder Reichtum dieser Kapelle an unzählbaren Kostbarkeitenungemein, welchen ich aber wegen Kürze der Zeit nichtzu sehen bekommen.
Die umliegenden Gegenden der Stadt sind durchauseben, angenehm und überaus fruchtbar.