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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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bleibe er aber bei mir. Ich sterbe, weil es der Wille Gottes ist,ganz getrost. Wenn ich jedoch gedenke, wie ich die zärtlichsteFreundschaft meiner Anverwandten wiederum besitze, auch wie ichvon allen meinen Kindern die schönste Hoffnung habe, und daß ichin meinen besten Jahren sterben solle, so kommt es mir hart an;doch meine lieben Kinder sind besorget, alles vergehet, und ich hoffezu Gott, daß seine frohe Ewigkeit mich erwartet." Darauf fingder hohe Patient zu phantasieren an; trotzdem scheint er von derBeratung der Aerzte, ob der vom Brande ergriffene rechte Fußabgenommen werden solle, etwas gehört zu haben, denn plötzlich,wie ans dem Schlafe erwachend, frug er: „Was haben die Herrengewollt, nicht wahr, meinen Fuß abnehmen? in Gottes Namen,ich bin bereit, wenn es sein muß." In der Nacht um elf Uhr„entstünde ein erstaunliches Gewitter; es thate auf einmahl einensehr harten Schlag, unter diesem kamen Se. Durchleucht zu Sich,befahlen ein geweihtes Licht anznzünden; es erfolgte gleich daraufnoch ein weit heftigerer Schlag; bestürzt sagten Se. Durchleucht:„Mein Gott, was Ware dieses für ein grausamer Schlag? wenner nur nicht in mein Hanß gefallen, ich wäre wohl fehr unglücklich,wo sollte ich kranker Mann hin?" Als die Befürchtung sich alsgrundlos erwies, war der Prinz beruhigt, er verfiel jedoch baldin Agonie. In der Frühe um ein viertel vor 2 Uhr gab PfalzgrafFriederich Michael seinen Geist auf. Zwei Tage vorher hatte ersich dem Generallieutenant von Pfister gegenüber geäußert: me voilnmslscke, et me8 fatique8 cie ßuerre me tont mourir.

„Während der Krankheit", bemerkt Jörg im Anschlüsse zuseiner Mitteilung über das Ableben des Fürsten, „ertrugen Höchst-dieselben die großen Schmerzen mit aller Gedult und Gelaßenheit,bezeigten nicht die mindeste Ungedeckt weder gegen die Herren Doc-tores noch gegen ihre Bediente, sondern bedauerten vielmehr, daßsie so viele Mühe mit Ihnen Hütten"; — ferner hält es derselbefür merkwürdig, daß „die Krankheit den Tag Mariä Heimsuchungihren Anfang genohmen, und auf Mariä Himmelfahrt mit demTod des geliebtesten Prinzen sich geendiget habe"; — sodann be-richtet er, daß, nachdem sein hoher Herr schon früher im Verlaufeder Krankheit die Tröstungen seiner Religion empfangen hatte,„Se. Durchleucht in dem letzten Augenblick, da man Höchstdenen-selben die Sterb Kerz in die Hand gegeben, von dem Beicht Vatter