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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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insoferne erwähnt sein möge, als er am französischen Hofe denfreien Eintritt in des Königs Zimmer erhielt (13. Juli).

Nach Zweibrücken wieder zurückgekehrt legte Pfalzgraf Frie-derich Michael das Generalkommando in Böhmen nieder und er-wählte sich das Schloß Oggersheim, anderthalb Stunden von Mann-heim, das ihm der Kurfürst geschenkt hatte, zu seiner Residenz. Ererweiterte und verschönerte dasselbe ungemein; nach seinem Todehat es der Kurfürst ausgelöst und seiner Gemahlin gegeben. Den12. Januar 1766 war der Pfalzgraf mit seiner ganzen Equipage, derener sich in den letzten Feldzügen bedient hatte, nach Mannheim und vonda nach Schwetzingen gekommen und blieb, da Oggersheim noch inRestauration begriffen war, am knrpfälzischen Hofe, um das Endeder Bauarbeiten abzuwartcn. Aber ehe noch dieselben vollendetwaren, wurde Pfalzgraf Friederich Michael in der Nacht vom25./26. Juni 1767 auf dem kurfürstlichen Schlosse Schwetzingen voneiner so schweren Krankheit befallen, daß die Umgebung um das Lebendes hohen Herrn in schwere Besorgnis versetzt wurde. Ende Junischien für Friederich Michael die letzte Stunde gekommen zu sein.Man machte ihn auf den Ernst seines Zustandes aufmerksam.Jörg (unterdessen in den persönlichen Adelsstand erhoben und znmMajor avanciert) macht in einem zweiten, eigenhändig geschriebenen„Tag-Buch von der schmerzhaften Krankheit und dem darauf er-folgten Tod Seiner Höchfürstlichen Durchleucht Prinzen Friederichsvon Pfalz-Zweibrücken" über den Eindruck, welchen diese Eröffnungauf Letzteren hatte, die Mitteilung, daß „Höchstdieselbe die Händeüber dem Kopf zusammenschlugen, dann selbe vor Augen hieltenund sagten: Großer Gottl — doch ich habe uiemahl den Tod ge-fürchtet, ich will lernen, daß ich sterben kann. Ihr habet michleben gesehen, Ihr sollet mich auch sterben sehen. Man rufe den?ere Renne, der ein braver Geistlicher ist." Aber — der edleFürst sollte noch nicht von seinen Leiden befreit werden; unerwartettrat noch an demselben Tage eine Wendung zum Besseren ein,jedoch nur eine scheinbare, denn am 15. August erlöste ihn nachvorhergegangenen weiteren zwei schweren Anfällen der Tod vonseiner schmerzhaften Krankheit — der Herzwasfersucht. An diesemtraurigen Tage, Nachmittags 2 Uhr, sagte Seine Durchlaucht zuJörg: „Mein lieber Jörg! Nun gebe man mir keine Hoffnungmehr, es ist mit mir geschehen, ich muß Abschied von ihm nehmen^