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Richard Wagner und die deutsche Sage
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todtwunden Anfortas Heilung durch Auflegung des Speers undwird sein Nachfolger im Gral.

Dies mit dürren Worten der Anhalt eines unübertroffenenMeisterwerks, das natürlich nur im Verein mit der Musik ge-nossen und gewürdigt werden kann.

>- ^So erschien der Ehrentag, der 26. Juli 1882, an demdas neue Musikdrama znm ersten Male anfgeführt ward mitnie dagewesenem Erfolg. Von allen Ländern waren die Theil-nehmer des Bühnenweihfestspiels zumdeutschen Olympia" ge-strömt, man hörte sie, wie beim Thurmbau zu Babel, in allenZungen reden, aber doch war es nur die eine Sprache der Be-geisterung, der eine Ton des Entzückens. Nach allem, wasAugen- und Ohrenzeugen darüber berichteten, hat die Kunstaller Zeiten bis jetzt noch nichts geschaffen, das von einer sogewaltigen und nachhaltigen Wirkung gewesen.

So sagt Liszt:Ja, wohl macht es die davon Ergriffenenverstummen, sein weihevoller Pendel schlagt von dem Erhabenenzu dem Erhabensten." . . .

Schon im ersten Akte tritt uns eine Harmonie des musi-kalisch-dramatischen und kirchlich-religiösen Stils entgegen, welchees einzig ermöglicht, daß wir hart nebeneinander den furcht-barsten, das Herz zerreißenden Schmerz und wiederum jeneweihevollste Andacht erleben, wie sie einzig durch das Gefühlder Gewißheit der Erlösung in uns wach wird." . . .

Der verstorbene edle, kunstsinnige Kaiser Friedrich III.wohnte am 29. August 1882 dem Parsifal bei und äußerte bisins Innerste bewegt:

Ich finde keine Worte für den Eindruck, den ich empfangen,es übersteigt alles, was ich erwartet, es ist großartig. Ich bi»tief ergriffen und ich begreife, daß das Werk in modernenTheatern nicht gegeben werden kann. ... Es ist mir, als wäreich nicht in einem Theater, so erhaben ist es.

1712 ,