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nicht. Die Lagerstätte des Drachen zu ergründen, versenkt ersich in die Tiefe des Waldes.
Den Reiz und geheimnißvollen Schauer der germanischenWaldespracht malt der Tondichter in so unnachahmlichen Klang-farben, daß wir an Lieblichkeit und Natnrwahrheit demselbennichts ans dem weiten Gebiete der Kunst gleichznsetzen wüßten.Da wallet und zittert ein so wonniges Beben und Flüsterndurch Blätter und Blüthen, da pfeift und girrt, flötet undjubelt ein so fröhliches Waldkonzert, da zirpt und summt ein soseliges Weben der Jnsektenwelt, da huscht und raschelt ein sogcheimnißvvlles Begegnen des scheuen Wildes, daß wir andachts-voll und athemlos, entzückt und verwundert lauschen. Es istuns, als würde uns eine göttliche Offenbarung von dem innerstenWesen und Walten der Natur. Wo ist ein von Gott begna-deter Geist, dem es vergönnt war, so in das Heiligthum derNatur einzudringen? Kein Dichter, kein Maler hat dies so ver-standen als Richard Wagner. Ist es uns doch, als läge ermit lauschendem Ohre am Herzschlag der Natur, als dringesein Geist in die Eingeweide der Erde, sein Auge ins Aller-heiligste des Himmels.
Ja, auch unser Meister verstand gleich Siegfried nach be-standenem Drachenkampf die Stimmen der Vögel, die Laute derThiere, die feinsten Klänge der Natur! Gleich Siegfried um-fängt auch uns im Schatten der breitästigcn Linde ein selig-süßer Schauer, eine selbstverlorene Träumerei von unserer Kind-heit, eine wonnige Vorahnung glücklicher Zukunft, wie beimhalbbewnßten Erwachen unserer ersten Liebe. Wie reizend naivberührt uns Siegfrieds Einfall, auf einem Schilfrohr die Stimmeder Vögel nachzuahmen! Und als ihm das nicht gelingt, nimmter sein Horn und schmettert ein lustiges Lied.
Da singt unserem Helden ein liebliches Waldvögelein voneinem minniglichen Weibe, das verzaubert ruhe in tiefem
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