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glanz schillerndes, von Sphärenmusik durchzittertes Lichtreich.Wie gebannt und bezaubert schauen und lauschen wir, als theiltesich uns eine göttliche Offenbarung des Reinsten und Erhaben-sten mit, dessen überhaupt menschliche Knust befähigt ist. „Wiefaßt uns seligsüßes Grauen! Welch' holde Macht hält unsgebannt!" —
Und wo Hütte je die Künstlerphantasie ein duftigeres,poetischeres Bild reiner und unentweihter Jungfräulichkeit er-schaffen, als in Elsa?!
Ihr träumerisch-verzücktes Hoffen und Harren auf den gott-gesandten Erlöser, ihr anfänglich rührend demüthigendes, gläu-biges Vertrauen und ihre volle Hingabe an den hoch über ihrstrahlenden Ritter und Helden, — mit wie ergreifenden Klang-farben ist dies vom Meister wiedergegebeu! Wie überwältigendtönt ihr vertrauensseliges Lied in Ortrud's Ohr:
Du Aermste kannst wohl nie ermessen,
Wie zweifellos mein Herze liebt!
Du hast wohl nie das Glück besessen,
Das sich uns nur durch Glauben giebt!
Kehr bei mir ein! Laß mich dich lehren,
Wie süß die Wonne reinster Treu'!
Las; zu dem Glauben dich bekehren
Es giebt ein Glück, — es giebt ein Glück, das ohne Reu! —
Und welch' keuscher und doch so poetischer Hauch durchwehtdie Scene im Brautgemach! Den Höhepunkt dramatischer undmusikalischer Wirkung erreicht aber die Oper in dem Abschiedund namentlich in jenem unvergleichlichen Recitativ:
In fernem Land, unnahbar euren SchrittenLiegt eine Burg, die Montsalvat genannt! —
Ueberirdische Sphärenmusik, welche die innersten Fibernunserer Seele erschwingen macht, eröffnet dem verzückten Blick eineleuchtende Perspektive in das Reich voll Glanz und Wonne, indas Zauberland christlicher Romantik, zum Wundertempel des
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