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„Friedrich Barbarossa!" rief da unser Meister. „Nein,*Dn sollst erwachen I Das deutsche Volk verlangt nach Dir!"
Es war das Jahr 1648; doch die Zeit war noch nichtgekommen.
Aber nicht nur künstlerisch beschäftigte den leidenschaftlichenGeist Wagners das Bild der Sehnsnchtstränme des deutschenVolkes, der schlummernde Rothbart und seine Wiedererweckung.Gewaltig gährten auch in seinem Jnnerit die revolutionärenIdeen der damaligen Zeit und nicht minder konnte er sich, wiedas aufgeregte Volk mit der Thatsache absurden, daß der KönigFriedrich Wilhelm IV. von Preußen die ihm angetragene deutscheKaiserkrone zurückgewiesen hatte.
Schon Liszt, der Wagners Tannhänser in Weimar aufführen wollte, hatte unseren Künstler bei seinem Besuche inDresden in der Gesellschaft unheimlich aussehender Kameradenin Heckerhüten getroffen, unter denen die Schlagwörter fielen:„Wir wollen keine Fürsten mehr ernähren!"
So brach denn auch in Dresden ein Aufstand aus, derKönig mußte fliehen, Barrikaden von uneinnehmbarer Festigkeitwurden in den Straßen errichtet und das Zeughaus gestürmt.Aber beim Angriff preußischer Hülfstruppen zerstoben die Frei-schaaren, und dabei ging das Opernhaus in Flammen auf. Unterden Flüchtigen befand sich auch Wagner, nicht unfroh über seineBefreiung aus dem Zwange des Hofes und Publikums.
Zunächst in Weimar bei Liszt fand der Heimathlose einAsil und das vergebens gesuchte Verständniß für seine Kunst.Doch nicht lange war hier seines Bleibens. Unstät und ruhelosirrte Wagner in Paris und in der Schweiz umher und vollendeteeinige Schriften, in denen er seine Grundanschauungen voniBerufe des Künstlers, dem innigen Zusammenhang und dernothwendigen Verschmelzung der Künste und dem Kunstwerk der, Zukunft niederlegte. Daneben trug er sich mit einem genialen
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