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Eingeständniß ihrer Gefühle gemalt! Wie wirkungsvoll derSängerstreit in unser Drama eingeflochten, wie schwungvoll undpompös klingt der Einzugsmarsch! Und wie erhahen das Preis-lied Wolframs zur Verherrlichung der platonischen Liebe! Gehennun auch, wie einige Kritiker mit Recht hervorheben, die Gegner„Tannhäusers" in ihrer hyperidealistischen Auffassung vom Wesender Liebe sicherlich zu weit, wonach selbst die Lippen an deinBronnen zu kühlen ein Verbrechen sei, — so bekundet offenbarunser Sänger einen unverzeihlichen Rückfall, das Loblied derheidnischen Göttin Venus anzustimmen, ans deren sündigenArmen er sich doch mannhaft losgernngen. Aber unser Mitleidund unsere Sympathie erwacht für ihn aufs neue durch seinedemüthige Unterwerfung und durch die Hartherzigkeit einesstolzen Kirchenfürsten. Die schneidende Disharmonie zu mildernwomit der mittelalterliche Mythus schließt, wonach Tannhäuserwieder verzweifelt zum Venusberg zurückkehrt, erfindet der Ton-dichter den Opfertod einer reinen Jungfrau, der zur Heiligenverklärten Elisabeth. Und so bildet die Erhebung zum Gött-lichen einen versöhnlichen Schluß für die irrende und ringendeMenschenseele. Ergreifend und gewaltig fallen die Akkorde jenes ^Pilgerchors ein, die abwechselnd mit den sirenenhaftcn Geigen-tönen in der meisterhaften Ouvertüre den Widerstreit der Sinnen-lust mit dem Aufschwung zu Gott malen, erschütternd abwechselndwie die Posaunen Jerichos, — schmetternd und brausend wiedie Drommeten des jüngsten Gerichts.
Nach einem so aufreibenden Schaffen fühlte unser Künstlerdas dringende Bedürfniß einer Erholung. Er fand sie in demreizend gelegenen Marienbad. Und hier in der Heiterkeit derUmgebung erschien ihm das anmuthige humoristische Gegenbilddes Sängerkriegs ans der Wartburg in dem spießbürgerliche»Gebühren der Meistersängcr. Und so schuf er die erste nationalekomische Oper. Wie im „Tannhäuser" denllVerirrten der edelste
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