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den Sternen, vom Monde, von der Dorfthurmglocke, wenn sieSieben schlägt! Wie ist Der glücklich, der euch versteht, dermit euch glauben, fühlen, träumen, schwärmen kann! Wie istmir wohl, daß ich ein Deutscher bin!"
Und dieses ergreifende Gefühl der Heimathlosigkeit, einen wieerschütternden Ausdruck hat es im „Fliegenden Holländer" erhalten!
„Seit Byron" — sagt Liszt davon — „hat kein Poetein so bleiches Phantom in düsterer Nacht anfgerichtet." Wieschön drückt sich z. B. die Sehnsucht nach der Heimath in demLied des jungen Steuermanns aus:
Ach, lieber Sturmwind, blas noch mehr!
Mein Mädel verlangt nach mir! —
Seltsamerweise ward ihm aus München der Bescheid:„Die Oper eigne sich nicht für Deutschland!" Hierzu bemerkteWagner: „Ich Thor hatte geglaubt, sie eigne sich nur fürDeutschland, da sie Saiten berührt, die nur bei den Deutschenzu erklingen imstande sind."
Durch den Einfluß Meyerbeers ward die Oper in Berlinangenommen, und da auch sein „Rienzi" in Dresden Eingang fand,so sah er der Aufführung seiner beiden größeren Erstlingswerkeim lieben deutschen Vaterlande entgegen. Gefunden hatte erdie verzauberte Braut, erlöst hatte er die deutsche Sage vomBanne tödtlicher Vergessenheit, unwiderstehlich mahnend undlockend rief ihm das göttliche Weib in seinen Träumen zu„O kehr' zurück, Du kühner Sänger!" — Und in der That, erhörte diese Worte, er las sie im Volksbuche vom Ritter Tan»-Häuser, der auf seinem Gang znm Wettkampf der Minnesängerauf der Wartburg von den Verlockungen der Frau Venns be-troffen wird. Freilich weiß die älteste Quelle dieser Sage, dasTannhäuserlied, nichts von einer Verbindung des Wartburg-krieges mit dem Geschicke des fahrenden Sängers. Bekanntlichsteht aber das alte Lied vom Sängerstreit am Hofe zu Eisenach
(V8S)