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Richard Wagner und die deutsche Sage
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patriotischer Sinn sich von neuem stärkt und die, so sehr siesich auch scheuen, zurückzukehren, vor Heimweh vergehen; siehaben in der Regel viel Phantasie und Talent und vor allemsind sie treue Freunde." Unser Künstler mußte durch aller-hand musikalische und literarische Frohnarbeiten sein nothdürf-tiges Dasein fristen, oft rächte er sich durch satirische Kritiken,oft durch Galgenhumor. So schilderte er u. a. den Hungertodeines deutschen Musikers mitsammt seinem treuen Hunde. Seinengedrückten Verhältnissen anfzuhelfen, suchte ihn Meyerbeer ander großen Oper einzuführen, und wieder tauchte das düstereBild desFliegenden Holländers" vor seiner Seele auf. Auchan seinemRienzi" schuf er weiter, doch hatte er für beide Werkekeine günstigen Auspizien. Und so rang er weirer im Kampfedes Daseins, schrieb Artikel für Musikblätter und Klavieraus-ziige aus Halevys Opern. Die Bekanntschaft mit damals ge-feierten großen Geistern, wie Auber, Scribe, Berlioz, ja selbstmit Liszt, dem er später so nahe trat, blieben ohne Erfolgfür seine Lebensverhältnisse. Wie ein aus dem Gefüngniß Be-freiter athmete er auf, alsereinen kleinenLandaufenthaltinMcudonbezog. Da wohnte er der ersten Aufführung desFreischütz"in der großen Oper bei. Die keuschesten Erinnerungen seinerJugendjahre umwehten ihn, ein süßes, unwiderstehliches Heimwehbeschlich ihn, das sich rührend in den Worten malt, die erdamals niederschrieb:

O du, mein herrliches deutsches Vaterland! Wie mußich dich lieben, wie muß ich für dich schwärmen, und wäre esnur, weil du denFreischütz" gebarst! Wie mich ich das Volklieben, das denFreischütz" liebt, das noch heute an die Wunderder naivsten Sage glaubt, das noch heute im Mannesalterdie süßen, geheimnißvollen Schauer empfindet, die in seinerJugend ihm das Herz durchbebten. O, du liebenswürdigeSchwärmerei! Du Schwärmerei vom Walde, vom Abend, von

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