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Nicht ohne Einfluß sollte der dortige Aufenthalt für ihnfein. Die reizende und talentvolle Tragödin Minna Planerschlug fein jugendlich-heißes Herz in Banden, doch er sah dieim Grunde prosaisch beanlagte Künstlerin im verklärten Lichtedes eigenen Ideals.
Eine übereilte Einstudirung seiner Oper „Das Liebesvcrbot"führte zu einem zweifelhaften Erfolg, und eine Wiederholungscheiterte an einer hinter den Kulissen unter dem Personalausgebrochenen Keilerei. Trotz dieser Mißerfolge und trotzpekuniären Mangels führte unser Künstler, auf sein Könnenvertrauend, seine geliebte Braut zum Traualtäre. Es folgtenun eine Zeit schwerer Noth und Prüfung. Nach mancherleiMißerfolgen warf er sein Auge auf die Weltstadt Paris, wodamals der Opernkönig Meyerbeer mit seinen „Hugenotten"die Bühne beherrschte. Aber seine Offerte blieb unbeachtet.Auch seine Stellung in Königsberg hob ihn nicht.
Während eines kurzen Besuchs in Dresden im Sommer1837 fesselte ihn die Lektüre des Bulwer'schen Romans„Rienzi" derart, daß er daraus den Stoff zu einer neuenOper schöpfte. Doch bevor er zur Ausführung schreiten konnte,zog ihn ein Engagement nach Riga ab. Noch war der Geniusnicht zur Klärung gekommen, und seine dort anfgeführten Ouver-türen hatten keinen Erfolg. „Noch fuchtelte er" — wie dieKritik sagte — „mit den Armen in Allerweltspartituren, wäh-rend er mit den Füßen in Beethoven wurzelte, das noch zujugendliche Herz schlug in ungestümer Wallung bald hier hin,bald dort hin, und der Kopf perpendikelte zwischen den Doppel-te eu Bach und Bellini.
Von seinem Berufe im Dienste französischen Geschmacksfühlte sich der geniale Dirigent nicht befriedigt, und zugleicherfüllte ihn der tiefere Einblick in das Schauspieltreiben mitallem Klatsch und kleinlicher Eifersüchtelei mit tiefem Ekel.
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