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seine Sturm- und Drangzeit durchringen, ehe er zur Läuterungkam. Wild und phantastisch spukten noch in dem von Laubes„Jungen Europa" erhitzten Gehirne titanenhafte Ideen. Klarerschon ließ eine im Beethoven'schen Geiste empfangene Symphonie,die im Gewandhause aufgeführt ward, den künftigen Meisterahnen. Es lag darin, nach dem Ausspruch eines Kritikers,„eine kecke, dreiste Energie der Gedanken . . . ein stürmischer,kühner Schritt . . . und doch eine so jungfräuliche Naivetät inder Empfängniß der Grundmotive . . .", daß man zu großenHoffnungen berechtigt sei.
Während eines Aufenthalts bei seinem Bruder Albert, derin Würzburg Regisseur war, komponirte Wagner eine dreiaktigeOper: „Die Feen", dessen Stoff einem phantastischen Märchena 1a Melusine entlehnt war und schon einen Gedanken zeigte,den er später in seinem „Lohengrin" zum vollendeten Ausdruckbrachte, — daß nämlich wahre Liebe auf unbedingtem Ver-trauen beruhe. Hier zeigte sich schon das künstlerische Be-streben, Musik und Drama zu einem harmonischen Ganzen zuverschmelzen. Erkennen wir in dieser Erstlingsarbeit schon dieeine ausgeprägte Richtung, den Hang zu idealer und reli-giöser Romantik, so bekundete sich in einer zweiten Kompo-sition Wagners, die er im Bad Teplitz komponirte, nämlich im„Liebesverbot", eine mit glühenden und leidenschaftliche»Farben gemalte Sinnlichkeit, — ein Gegensatz, der sich späteram deutlichsten in seinem „Tannhüuser" gegenseitig illustrirendoffenbarte.
Im Herbste 1834 trat Wagner eine Stelle als Musik-direktor in Magdeburg an und mußte nolsns volsus dem herr-schenden Modegeschmack an französischen Opern nachgeben. Wieer selbst sagt, „machte ihm das Pfiffige und Protzige ihrerOrchestereffekte oft kindische Freude, wenn er vom Dirigenteu-pulte aus rechts und links das Zeug loslassen durfte."
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