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Wissenschaft hat es daher auch Linns nicht versäumt, seinemgroßen Freunde ein bescheidenes Denkmal zu setzen. SeinemAndenken weihte er eine in dem malabarischen Garten unterdem Namen Lzmiitu geführte Pflanze, welche seit dieser Zeit dieBezeichnung „villsnig," führt.
In den Schriften des großen Schweden findet schon unsereBotanisirbnchse unter der Bezeichnung „Vaseulum villsniunuin"entsprechende Erwähnung. Wiewohl nun auch durch die dan-kenswerthen Bemühungen einiger Forscher ^ eine nähere Veran-lassung, welche Linus zu ihr geführt hat, nicht gefunden werdenkonnte, so mag doch wohl die Vermuthung gerechtfertigt erschei-nen, daß unser Landsmann der Erfinder dieses für die Bota-niker unentbehrlichen Geräthes ist. So verdanken wir ihm dennauch jene sinnreiche Erfindung, welche uns in unseren Knaben-jahren unter dem brennenden Lichterbanme so hoch erfreut hatund uns nun auf unseren Wanderfahrten durch Wald und Feldfolgen muß, um die aufgefundnen Schätze in ihre Obhut zu nehmen.
Neben feinen geistvollen Zeitgenossen, welche ihre Wissen-schaft in neue Bahnen gelenkt haben, wie die beiden Begründerder Pflanzenanatomie und Physiologie Marcello Malpighi undNehemias Grew, sowie dem Entdecker der Bakterien Antony vonLeenwenhoek und den Bahnbrechern auf dem Gebiete der Syste-matik Albr. von Haller und Karl von Linnü wird Dilleniusein nicht minder würdiger Ehrenplatz in der Geschichte der Bo-tanik sicher fein als dem deutschen Begründer der wissenschaft-lichen Kryptogamenkunde.
In unserer Zeit, wo die Naturwissenschaft mehr und mehrin Vordergrund des allgemeinen Interesses getreten ist undderen Bedeutung für die Gegenwart schon früher von unseremberühmten Landsmanne Justus von Liebig in seinem bekanntenAusspruch: „Das Studium der Naturwissenschaften als Mittelder Erziehung ist ein Bedürfniß unserer Zeit", dargethan wor-
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