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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
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Während die Arbeit des siebzehnten und achtzehnten Jahrhundertsder Lösung dieser vielumstrittenen Zeitfrage gewidmet blieb,tauchen zu manchen Zeiten schon einzelne durch besondere Geistes-gaben vor ihren Zeitgenossen bevorzugte Männer auf, welche, inkühnem Fluge dem Geiste ihrer Zeit voraneilend, berufen er-schienen, den Bestrebungen ihrer Wissenschaft neue Wege undneue Ziele zu eröffnen.

Unter diesen verdienstvollen Geistern des vorigen Jahr-hunderts, welche jener geistig so ungemein regen Zeit angehören,welche dem epochemachenden Auftreten des großen schwedischenNaturforschers Linnö unmittelbar vorausgeht, und deren Be-strebungen durch diesen ihren glanzvollen Abschluß erreicht haben,begegnet uns ein Mann, dessen unermüdlichem Streben es ge-lang, die Wurzeln seiner mächtigen Schaffenskraft in ein neues,bis zu seiner Zeit noch fast unversuchtes Forschungsgebiet zuvertiefen und neue Anregung für seine Wissenschaft hervorgehenzu lassen, Johann Jakob Dillenius.

Die hohen Verdienste dieses hervorragenden Gelehrtengipfeln vorzugsweise darin, daß neben dem Florentiner Natur-forscher, Anton Pier Micheli, er derjenige war, welcherzum ersten Male und durchaus unabhängig von jenem dieKryptogamen einer wissenschaftlichen Bearbeitung unterwarfund den unter seiner Mitwirkung neu begründeten Zweig derNaturforschung durch seinen Scharfsinn in der Beobachtung,sowie durch seinen rastlosen Eifer im Einsammeln und derDurcharbeitung des Arbeitsstoffes zu seinem weiteren Aus-baue verhalf.

Es mag wohl jetzt der geeignete Zeitpunkt sein, die Er-innerung an diesen vortrefflichen Gelehrten, den deutschen Be-gründer der wissenschaftlichen Kryptogamenkunde, bei der Nach-welt aufs neue wachznrufen, umsomehr als in das Jahr 1881

die zweite Säknlarfeier seiner Geburt fiel, welche für uns eine( 602 )