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die „Liebliche der Berge" — la lincka äs Io» eerras —^ihre Wurzeln ein und läßt ihre lauggebänderte, flaggenartigeOrchisblume fröhlich im Wind und Sonnenschein flattern, un-zugänglich jedem unbeschwingten, schweren Erdenkörper; jedochin der festen Schlinge des Lederlazos gleitet Antonio verwegenan der Felswand nieder und entführt, zwischen Himmel undErde schwebend, die spröde „Liebliche" ihrem luftigen Felsenhorste.Durch die tieferen Thalmnlden spannt der Zwergwaldwuchs einundurchdringlich wirres Netz von kriechenden Zweigen undWurzeln, gekrümmten Stämmen und Aesten und zieht mit seinenSchlingruthen, Luftwurzeln, Klettergräsern, schlingenden Farrenund dem gesammten auf Stein und Rinden nistenden Pflanzen-wuchse jähe Gehänge und tiefe Geklüfte in sein dichtes Wirrsalhinein; nach Weise der Eichhörnchen und Affen geht es hindurchund hinüber von Ast zu Ast, von Seil zu Seil, von einemSchlupfloche zum anderen, ohne mit Fuß und Hand je festenGrund und Boden zu fassen, mit dem Messer im Munde undder festgeschnürten Last auf dem Rücken. Nach gewaltsamemDurchhau thut sich mitten in einem häßlichen Dorn- und Stachel-gehege Plötzlich ein kleiner Lustgarten auf, welchen die Einbil-dungskraft mit aufgescheuchten, leise entschlüpfenden Nymphen,Sylphen und Amoretten bevölkern möchte, und wie ein Dornen-röschen in seiner neidischen Umwährung zieht uns eine gar an-muthige Erscheinung an, — ein kleiner Melastomenbaum/ dessenrunde, volle Laubkrone über und über mit entzückend schönenBlüthen überschüttet ist; brauner, weicher Sammt bekleidet dieUnterfläche der Laubblätter, und die großen prachtvollen Blumen,deren reicher Flor darüber ausgebreitet liegt, öffnen anfangseinen purpurrotheu Kelch und tauchen diesen nach und nach intief gesättigt dunkelblaue Farben.
An den Rand dieser Schluchtenlabyrinthe lehnt sich wieder,hügelig gewellt, die weithin sich dehnende Savanne an; in reizen-
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