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Auf der Sierra Neváda de Mérida
Entstehung
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Len Gruppen zieht sich das blühende Gesträuchs mit seinen leuch-tenden . Blumeufarben durch die Hügelwellen, und zu seinen.Füßen rollt sich ein vielfarbiger Blumen- und schillernder Blatt-teppich^ auf; darüber wölbt sich der kurzstämmige Kugelfarrn/der allein von allen Farren mit baumartigen Stamme solcheHöhen ersteigt; in der Mitte seiner dunklen, hartblütterigenWedelkrone steht ein Schopf pfeilförmig schmaler, gebräunterBlätter, die den mikroskopisch kleinen, dicht zusammengehäuftenSamen tragen. Munter rieseln die Quellwasser, klar unddurchsichtig wie die ätherreine Luft selber, durch ein viel-maschiges Netz von blinkenden Fäden, rauh und nässelnd treibendie Nebel, vom Sturm gejagt, in wilder Flucht dahin, hinterihrem phantastischen Fluge wieder blinken die grelläugigenBlumen, die spielenden Sonnenstrahlen, die tiefe Bläue desHimmels auf, und droben thront über allem Wechsel derErscheinung und allem Wandel der Zeit in hehrer, fester,majestätischer Ruhe und feierlicher Erhabenheit, fester alsdie Götter selbst, welche der flüchtig dahinwehende Menschträumt und geträumt hat von Geschlecht zu Geschlecht, das vonGlanz und Klarheit umflossene Haupt der Sierra Nevüdade Mörida.

Unten wieder, auf einer der Vorstufen der Sierra, zuHäupten der Straßen und Dächer der Stadt und des schäumendenChnma in der Tiefe, läßt Antonio aus voller Brust feinegellenden Jauchzer und Jodler erschallen; aber siehe da, nichtnach unten, nach oben ist sein Antlitz gekehrt, und da liegt sie findbar für gute Augen klein wie ein Steinchen auf demAmeisenhaufen, im blauen Aether schwebend, die Hütte derSierra-Alp. Antonio aber wie sonderbar grüßt seineHeimath da unten nicht; oben haftet fein Auge, wie des AdlersBlick, der sein Junges im hohen Horste zurückgelassen: und

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