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ein phantastisches Spiel getrieben, rief dieses Blendwerk, einegroßartige Naturerscheinung, hervor, wohl darnach angethan,die Einbildungskraft in hohem Grade zu erregen und aber-gläubische Gemüther in Schreck und Bestürzung zu setzen.
Ein schneidendes Frost- und Wehgefühl bleibt noch einigeZeit nach dem Schneestaubwirbel — Schneehose könnte manwohl bezeichnend sagen — in den Gliedern zurück; dannaber wird ein herzhaftes Lachen hörbar, und an Stelle derBestürzung macht sich Freude geltend über das Erlebniß undden Anblick eines seltenen, unvergeßlichen NaturschauspielesAntonio erklärt sich nach einiger Ueberredung bereit, den Auf-stieg weiter fortzusetzeu, obschon auch er bereits mit schwerenBedenken zu kämpfen hat; nicht so aber der alte Lukas; eineklägliche, gebrochene Gestalt, schwört er bei allem, was ihmheilig, keinen Schritt weiter zu thun; wir hindern ihn dennauch nicht an seinem Rückzuge, da er in seiner Verfassung nichtsnützen, nur beschwerlich fallen kann; überdies scheint es auchgerathen, daß sich Jemand nach dem in blinder Angst davongelaufenen Flüchtling umthnn möge, von welchem nichts mehrzu sehen und zu hören ist.
Nur mit dem Schürf- und Brecheisen, der Machette —dem säbelartigen Schlagmesser, ohne welches Niemand aus deinHause geht —, den Stricken aus Rinderhaut und einigenwenigen Erfrischnngsmitteln bewaffnet, nehmen die beiden Stand-hafteren den Weg über die steile, mit Schnee bedeckte Böschungohne Zeitverlust wieder auf. Nach einiger Zeit mühsame»Steigens ebnen sich die schroffen Geschiebe ein wenig, und alsder Schnee betreten wird, findet sich seine Decke sehr ungleichausgeschüttet, nicht über zwei bis drei Fuß dick; es ergiebt sich,daß dieselbe nur ein Abrutsch, auf ihrem Wege liegen gebliebe»ist, aber hart und fest genug, um ungehindert darüber weg-schreiten zu können. Mit dem Gange über den Schnee aber
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