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Auf der Sierra Neváda de Mérida
Entstehung
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So erfüllt, was dauernd oder vorübergehend sein leiblichesWohlgefühl stört, auch seine Seele mit Schwermuth und Grauen,und solch ein Grauen erfaßt ihn auch da oben in jener Region,wo alles Leben erstarrt und der ganze Organismus umgestimmtund aus den gewohnten Verrichtungen gehoben wird. Dienatürlichen Kräfte, die da oben walten, werden für ihn zueiner übersinnlichen, gespenstischen Macht; vor diesem stummen,öden, einsamen, blut- und leblosen, unsichtbar-wirksamen Wesengraut ihm und friert's ihn bis ans Herz hinan, so stumm undeinsam in sich brütend er selbst auch über die Erde geht; seinAuge verdüstert sich, seine Gestalt kriecht in sich zusammen undWahngebilde umschatten seinen Geist; stumpfe Verzweiflung er- ^faßt ihn, er unterliegt willenlos, wenn er nicht mit fortgezogenwird oder eilends flieht aus dem Bereiche der dämonischenGewalten.

Nach einiger Zeit stehen wir vor dem Eingänge einerengen, dunklen Schluchtspalte; der Grund ist theilweise mitSchnee ausgefüllt, welcher von den oberen Schneelagen abge- Mrnscht, in den unteren Spalten und Schluchten oder auf ab- »geschrägten Flächen liegen bleibt und an solchen, der Sonne Wunzugänglichen Stellen sich lange gefroren hält; derartige ab- Dgerutschte Schneelagen finden sich zuweilen ziemlich tief hinab- Mgerückt und liefern den Köchen und Bäckern in Mörida, Mwelche an den Wochenmarkt- und Festtagen gefrorene Speisen Wund Näschereien ausbieten, das Eis zum Gefrieren derselben. DWir treten hinter den Felsrand zurück, um der kalten Strömunganszuweichen, während das Frühstück hergerichtet wird, alsplötzlich Schreck und Entsetzen unter uns fährt und alle Augenstarr auf die Schluchtspalte gerichtet sind. Das unholde, ge-spenstische Wesen des Päramo scheint plötzlich in die sichtbareErscheinung getreten zu sein; unter rauschendem, knirschendemGetöse wälzt sich von dem gegenüberliegenden Ende her eine

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