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zahlreich auch die Quellen sprudeln und uns ihr eisiges Wasserüber die Füße schütten, stillt der wiederholte Trunk aus hohlerHand doch nur auf wenige Augenblicke den Durst; überdieszieht die eisige Kälte des Wassers den Schlund krampfhaft zu-sammen und hemmt das Schlucken; nur in Absätzen schlürfenwir das kalte Labsal. Die Sonne aber verliert trotz der Kälte derLuft und des Wassers kaum etwas von ihrer Kraft und brenntheiß und blendend auf den beschwerlichen Weg nieder; zu demungestillten Durste und den brennenden Sonnenstrahlen geselltsich bald auch Ermattung und Athembeschwerde; das Bedürfniß,zu ruhen und tief Athem zu holen, sowie die Zunge zu netzen,macht sich immer stärker geltend, ohne daß die Gewährungdessen Erleichterung schafft; die Mattigkeit nimmt zu, es stelltsich Ohrenbrausen ein, dunkelt vor den Augen, der gesteigerteHerzschlag ruft Angst und Beklemmung hervor, die Energieerlahmt, und mit der körperlichen Herabstimmung geht die derseelischen Kräfte Hand in Hand.
Kein Wunder denn, daß in dem kleinen Steigertrupp Muthund Willenskraft bald zu erlahmen beginnen; nur der braveAntonio, der bald wieder die Führung übernommen, wehrt sichbisher noch tapfer gegen alle schwachen Anwandelungen.Telösphoro aber, der Leibbursche, befindet sich bereits in demZustande eines flennenden Kindes, das nur aus Furcht vor derNuthe mühsam das Weinen unterdrückt; von der Natur nichtzum Helden gestempelt, legt er sich wimmernd über den Stabund wendet das Gesicht trübselig hinter sich, gleichwie das Maul-thier die Ohren hängen läßt und traurig nach der Ebene hin-unterblickt, sobald es unter den Einwirkungen der Höhenluft zuleiden beginnt. Auch Vater Lukas verräth in dem schlaffenGesichtszügen keine Begeisterung mehr; die seufzenden Töne,welche von Zeit zu Zeit der gepreßten Brust entfliehen, scheinenvon Reue und Gewissensbissen zu zeugen und sprechen deutlicher,
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