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Auf der Sierra Neváda de Mérida
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Dankbarkeit die leutselige Weise und der Gedankenaustausch desweißen, vornehmen Gastes ausgenommen und mit gleicher Osfewheit und Mittheilsamkeit vergolten, so daß die Ausschließung undHingabe seiner Persönlichkeit au eine solche Herdrunde wahrlichkeine schwere Aufgabe, weniger denn noch ein Opfer ist. Späterwohl, als gewöhnlich, wird das Nachtlager ausgesucht und daszusammensinkende Feuer wiederholt aufgeschürt, obwohl dasHolz zu seiner Unterhaltung sehr mühsam von den tieferenAbhängen heraufgeschleppt werden muß, da unter den Püramo-stürmen da oben kein Baum noch Strauch mehr wächst, nurhier und da noch in einem geschützten Schlupfwinkel ein kümmer-liches Gestrüpp sich erhält; und als nun die Rinderhäute überdie Tenne geworfen und die Lagerstätten zugerichtet werden,suchen die freundlich dienenden Vestalinnen an Kissen undDecken zusammen, soviel der kleine Schatz nur hergeben will,und entziehen sich wohl selbst der wärmenden Hüllen, um demfernen Mütterchen und Schwesterchen zu Trost und Liebe denweißen delikaten Sohn da oben in dem eisigen Arkadien sowarm und weich wie möglich zu betten.

Aber trotz Decken und Kissen und aller zärtlichen Fürsorgezittert der Mann aus dem Norden auf der hohen Alp unterder Aequatersonue; der eisig durch Dach und Wände über dasLager streichende Zug, das Sturm- und Regengebrause, dasKnirschen und Aechzen der schwankenden Hütte, das Heulen undWinseln der frierenden Hunde, welche unermüdliche und meistensvom Glück gekröute^Austrengungen machen, sich durch die Spaltender bröckligen Wände hindurchzukratzen und den kalten, nassenPelz in der Herdasche aufzuwärmen, dazu der Frost in deneigenen Gliedern, das alles gewährt nur einen kargen undunterbrochenen Schlaf und läßt den Morgen und des Herdesneu erwachende Gluth sehnlichst herbeiwünschen.

Sobald der erste Sonnenstrahl aufblitzt und die Nebel und

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