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über unseren Scheitel nieder und die immer schräger einfcillendenStrahlen treiben ein magisches Spiel mit den leichten Wolkenund den zarten, schwebenden Dnnstgebilden, sie bald rosig an-hanchend, bald in heißes Gold und wieder in mattes Silbertauchend; auch die hell beleuchteten Gipfel und Kuppen deslanggestreckten Hochgebirges scheinen die starre Unbeweglichkeitverloren zu haben, bald, von farbigen Wolken getragen, durchdie tiefe Himmelsbläue zu schwimmen und bald wieder imfestlichen Zuge der scheidenden Königin des Tages nachzuschweben;aus der Tiefe athmet eine glühende Atmosphäre herauf, abervon den Erhebnngsspitzen der Erde gleitet das Licht kälter undkälter ab; endlich verdeckt der schwere Rumpf des Gebirges densinkenden Fenerball und nur ein glimmender Farbenstreif nochflattert auf und ab wie ein Abschied winkend Tuch; noch langeaber nach dein Versinken des Sonnenballes geht ein zauberischesWeben und Duften durch die Abendlnft, nimmer endet der an-ziehende Wechsel, das magische Spiel.
Bald jedoch macht sich ein schnelles Sinken der Temperaturempfindlich bemerkbar, von den Schneegipfeln weht die Luftscharf und kalt herab, und so weit auch die Lungen sich dehnenin dem leichten, flüssigen Lnftmeere, und Wohlgefühl alleOrgane durchfüllt, so macht doch das Verlangen nach derschweren, wollenen Covija (dem großen wollenen Uebcrwnrfe vondoppelter Tuchlage, außen blau, innen roth), sich gebieterischgeltend; das Thermometer sinkt bald ans lO, 8, 6 und in derNacht bis auf 5° C. und tiefer; die jährliche Dnrchschnittswärmeinnerhalb eines Höhengürtels zwischen 3800 bis 4100 Meteriiber dem Seespiegel beträgt etwa 5,5 ° C. Die Abendkältetreibt die kleine Menschengemeinde da oben, in der Zahl vonsechs Köpfen, bald unter Dach und Fach, einen kleinen Raum,der kaum fünf bis sechs Ellen im Geviert betragen mag; davongeht noch ein beträchtlicher Theil für das Hausgeräth und die
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