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ton des Savannengrundcs; die unbegrenzte Fernsicht über dosbergig gewellte Hochland in seinem starren, festen Gusse unddoch beständig wechselnden Bilde nimmt Geist und Sinneimmer neu und gleich gefangen; hier wölben sich mächtigeKuppen, dort fallen die Gehänge steil zu der unterliegendenSohle ab, dann wieder rollt sich die weitgestreckte Hochebene inlang gedehnten Hebungen und Senkungen wie ein wellend Meerauf und stürzt in steinernen Fällen zu tief geklüfteten Schluchtenab; unsichtbar von dem feinen, dünnen Luftstrome bewegt, reibendie Farren und Kriechpalmen ihre straffen Blattwedel raschelndaneinander, während die niedrigen Wolken und Nebel über siehinkriechen, dicht zu Häuptern aber die ewigen Schneefirnen imblendenden Silberlicht erglänzen; niemals endet, noch ermüdet dasbewegliche Wechselspiel der Dunstgebilde, wie sie bald dahinschweifen mit lang hinwallenden schleppenden Gewändern, baldwie trauernde Lemuren znsammengekauert in den Schluchten-spalten liegen oder trübselig über die Heide kriechen, mit grauenFledermausflügeln ans- und abflattern, hier Meere zaubern,aus welchen sich schwimmende Inseln und aufsteigende Riffeerheben, dort weiche weiße Schneedecken über die Thalschluchtzu breiten scheinen; am Saume eines emporklimmcnden Waldes! oder hinter dein Vorsprunge eines Berges weidet hier und da; ein einsam versprengtes Rind, oder stößt der Stier aus^ dampfenden Nüstern sein dumpfes Gebrülle durch die rauchenden! Halden, und fernhin zieht das klanglose Geläute durch Berges-; schweigen und Thalesruh; von seinen kläffenden Rüden um-sprungen, gleitet der Hirte, scheinen- und schattenhaft von demLnftdnnst getragen, durch das scharfe, nasse Riedgras, seineHerde musternd oder ein Raubthier stellend; aber bis zu deneisigen Höhen hinauf schwebt auf dem Sonnenstrahl das Juwelder Lüfte, der funkelnde Kolibri, und nmschwirrt mit blitz-schnellem Flügelschlage die würzreichen, leuchtenden Alpenblnmen;
Neue Folge. III. S8. 2 (SW)