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Auf der Sierra Neváda de Mérida
Entstehung
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unter beträchtlichem Höhemvinkel ansteigt. Etwa auf halber I jHöhe zwischen der Thalsohle und den Schneelagen bleibt derHochwald jäh zurück und tritt an seine Stelle der Busch, alsdanndie Savanne, darauf der Paramo, bis endlich der ewige Schnee !um den nackten Stein seine weißen Decken breitet.

Selten nur dringt ein menschlicher Fuß etwas tiefer in denherrlichen, aber wilden, dunklen Hochwald ein; von engen,dunklen Schluchten, Felsspalten und abstürzenden Gießbächenvielfach durchklüftet, reißen diese Bodenklüftnngen doch keinelichten Lücken in das dicht geschlossene Lanbdach da oben; reiche jSchätze an heilkräftigen Rinden, werthvollen Harzen und Balsamen, ^Wurzeln, Früchten und anderen nutzbaren Gegenständen birgtder dichte Waldverschluß, an welche die habgierige Hand desMenschen kaum noch gerührt hat. Wolken köstlicher Düftehaucht die Orchisblume in ihrer mannigfachen Gestalt undPracht durch das dunkle Lanbgehänge; Baumfarren wiegen ansschwarzen oder röthlich-brannen, schlanken Stämmen, um welche !sich ein Kleid von weichem, wolligem Flaum oder seidenen Fädenspinnt, ihre glockenartig gewölbten Wedelkronen, die mit denzierlich und symmetrisch ausgezackten Blättern bei aller Größeund Umfänglichkeit doch so leicht und luftig-zart herabfließen, 'wie kein anderes Pflanzengebilde, auch die Palme nicht, einengleich anmuthigen Kopfputz auf dem Scheitel trägt; prachtvolleblauviolette Blumen schmücken den Melastomenbaum, und seinedunkelrothen Blätter legen sich wie große Blutstropfen auf dassaftstrotzende Blattflanzengrün. Höher hinauf, in der kühlenLuftzone, tritt der segensreiche Chinabanm mit röthlichem Blatt-und Rindenschimmer in das Waldgehege ein und schüttet ansseinen hübschen, von einem weichen, schneeweißen oder rosigenSeidenflaum verbrämten Blumen einen Strom würzigen Duftesaus; noch höher hinauf, an den Vorstufen der Iwrrn iria.des Kaltlandes, überzieht das graue Bartmoos, lillanckkün

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