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suchen endlich zur Ausführung gebracht. Früh am Morgen desanberaumten Tages setzt sich der dreiköpfige Trupp in Bewe-gung, das Saumthier nimmt das nothwendigste Gepäck auf seinemRücken, und zunächst auch trabt das kleine muthige Bergpferdnoch eine Strecke Weges mit seinem Reiter über den ebenenPlan dahin. Gras und Blumen liegen in Thau gebadet, unddie Gipfel der Kordillere schwimmen da oben im rosigen Morgen-lichte, die große und kleine gefiederte Welt flattert vielgeschäftigund geschwätzig durch das Gebüsch, das die Ufer des schäumendenChäma umhegt, aus dem Walde ruft der Tukan seinen melo-dischen Morgengruß, und durch den Hellen jungen Tag leuchtetbald auch die fünfzackige Schneekrone der Sierra in ihrem weißenGlanze weit hinaus über alle Bergesfirsten der morgenfrischenTropenalp.
Nichts kommt jenem Lust- und Wonnegefühl gleich, alsso mit frischen, ausgeruhten Kräften, frei wie der Vogel, in denHellen, fröhlichen Morgen hineinzutreiben! Alles in uns undum uns athmet süße, trunkene Lebensfreude, und um so reinerund voller schöpfen wir den Wonnequell, wenn Manneskraftund frischmnthige That von idealen Zielen und Zwecken ge-tragen sind!
Von den Straßen und Plätzen Moridas aus erscheint dieSierra Nevada mit einigen Schritten erreichbar zu sein; dochder Schein trügt, wie die meisten Schätzungen dieser Art irreführen; die Entfernung von dem Hauptplatze Meridas bis zumAnstieg jenseits der Chamaschlucht beträgt immerhin noch einegute Legua? Zunächst fällt der Weg von der Hochebene steilab in den Chamafluß; am jenseitigen Ufer windet er sich übersanft ansteigende Bodenwellen durch eingebaute Felder, Weidenund kleine Baumpflanzungen, zwischen Wald, Gestrüpp undWasserrinnsale hindurch, bis er endlich in eine dunkle Waldschluchteinmündet und von nun ab in schmalen Schlangenwindungen
(S2S)