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dentung zu äußern. Er bestätigt, daß es das erste Mal ist,daß eine Sprache in solchem Umfange zur wissenschaftlichenlexikalischen Verzeichnung kommt; er hofft, daß es anregenwerde zu fruchtbarem geschichtlichem Denken, das wir sonöthig brauchten, um uns in unsrer Vergangenheit und Gegen-wart zurecht zu finden. So werde denn das geschichtliche Ver-fahren im Wörterbuche eingehalten. Ein andres entspreche nichtdem heutigen Begriffe von wissenschaftlicher Arbeit. Und unserWörterbuch sei bis heute das einzige in Europa, das diesenWeg entschieden gehe. Die Franzosen und Holländer, auch wosie in Grimms Spuren treten, stellten doch noch den heutigenSprachgebrauch logisch entwickelt voran und brächten das Ge-schichtliche, das jenen allein erklärt, als Nachtrag hinterdrein.Und indem das Wörterbuch überall zeige, wie Wort und Be-griff gewachsen und geworden, werde es so von selbst zu-gleich zu einein Buche deutscher Geschichte, das uns das bleibendeLeben der Nation, das allem politischen Geschehen und Thunals Untergrund, als Boden, oft auch als Erklärung dient, wiein herausgeschnittenen Bildern vorführe.
Und im Grimmschen Geiste ist das Werk bis auf denheutigen Tag stetig und sicher, wenn auch viel zu langsam fürdie älteren Freunde, die das Ende gern bald sehen möchten,sortgeführt worden. Der ungemein mühseligen, eigene Arbeitenso gut wie ganz ausschließenden Thätigkeit am Wörterbuchehaben sich gewidmet Karl Weigand, Rudolf Hildebrand,Moritz Heyne und Mathias Lexer.
Karl Weigand hatte schon zu Jakob Grimms Leb-zeiten, obwohl er selbst ein eigenes Deutsches Wörterbuch heraus-gab, das Jakob Grimm in einem Briefe vom 16. Dezember1860 eine grundehrliche, aus genaustem Forschen hervorge-gangene Arbeit nennt, die seltne Kraft und den noch seltnerenWillen gehabt, wie Jakob Grimm in der Vorrede zum zweiten
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