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Geschichte des Grimmschen Wörterbuchs
Entstehung
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der Leser auf die Probe stellte, so werden sie sich nachher ander feinen Abgrenzung und Ausführung alles dessen, was erlieferte, erfreut haben."

Am 20. September 1863 folgte Jakob dem Bruder imTode nach. Vierzehn Tage später übernahmen Rud olf Hilde-brand und Karl Weigand die Fortführung des bis zumWorteFrucht" gediehenen Wörterbuchs. Zwei fernere Liefe-rungen waren bereits wieder erschienen, als Wil helm Sche rerseine Grimmbiographie 1865 schrieb. In dieser nrtheilt er isnatürlich auch über das Wörterbuch. Er glaubt, diesem dieEwigkeit prophezeien zu können, mit so großartigen Mitteln seics unternommen, obwohl keine Regierung und keine wissen-schaftliche Staatsanstalt daran den geringsten Theil gehabt;nach einem so vortrefflichen und vollständigen Plane sei es ent-worfen, daß man in alle Zukunft voraussichtlich nie darandenken werde, die Fundamente, die hier gelegt, noch einmal neuzu legen, daß man alles Neue und Zuwachsende in diesen Baueinheimsen, nicht aber einen andern dafür eigens aufführenwerde.

Allerdings aber ist er der Ansicht, wer nicht historisch be-trachten wolle, wer Auskunft und Aufklärung suche, Entschei-dung im Zweifel über das Sprachrichtige, wo sein Sprachbe-wußtsein schwankt, der werde das imDeutschen Wörterbuch"entweder gar nicht oder nicht so leicht und bequem finden, wieer es wünschen müsse. Diese Ansicht wiederholt dann Scherer1879 in der allgemeinen deutschen Biographie, wo er besondershervorhebt, daß Grimms Wörterbuch überall Leser voraussetze,die Gymnasialbildung erworben haben.

Im Jahre 1869, am 24. April, hatte dann RudolfHildebrand, der genaueste Kenner und der bedeutendste derFortsetzer des Grimmschen Werkes, Gelegenheit, sich überdas Wörterbuch in seiner wissenschaftlichen und nationalen Be-

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