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Geschichte des Grimmschen Wörterbuchs
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finden wir die verschiedensten, apodiktischsten Behauptungen, dieihre Widerlegung oft — in sich selbst tragen; da finden wir dieMeister deutschen Stils, einen Lessing, Goethe, Platen — wirmöchten sagen, wie Schulbuben — gemeistert und daneben oder viel-mehr gerade in solchem Tadel die größte Schülerhaftigkeit!" (S. 231)

Dazu sagt das Literarische Centralblatt in seiner Nr. 30vom 23. Juli 1853: „Der Verfasser fährt fort, in derselbenWeise wie früher, Zusätze und Berichtigungen zum GrimmschenWörterbuche bekannt zu machen. Den Kreis seiner Lektüre hater seit dem Erscheinen des ersten Heftes erweitert durch auf-merksame Durcharbeitung des zweiten und dritten Theiles vonW. Wackernagels Lesebuch und durch Mühlpforts Gedichte.. . . Glaubt er, indem er großprahlerisch Männern, wie dieGrimms sind, am Zeuge zu flicken vorgiebt, sich selber dieSporen zu verdienen? Heutzutage verfangen derartige Char-latanerien auf dem Gebiete der Wissenschaft nichts mehr. HerrSanders hat es sich selbst zuzuschreiben,. wenn die Wissenschaftdas wenige Brauchbare seines Büchleins sich wirklich aneignet,ihm selber aber nur der Unwille und die Geringschätzung derUrtheilsfähigen zu theil wird."

In den Münchener gelehrten Anzeigen erschien eine, anfangsNovember 1852 mit Ergänzungen besonders abgedruckte, Be-urtheilung unsres deutschen Wörterbuchs, die es ebenfalls ihresTones halber verdient, und in manchen Stellen wörtlich, zurKenntniß des Lesers gebracht zu werden. Der Autor, Pro-fessor Wurm, zieht zunächst über die lateinischen Letternher; dann verlangt er eine logische Eintheilung der Wort-bedeutungen (statt der gegebenen historischen). Dann fährt erfort: „Wie wir allenthalben die rohe, cyklopische Sprachformund die einfachen, unbehülflichen Redeweisen des Alterthnms vorden abgerundeten Formen und den abgezogenen Wendungen derNeuzeit bevorzugt bemerken, so begegnet uns beim ersten Blicke

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