Heilig achten wir die Geister, aber Namen sind uns Dunst/'Es sei gestattet, zur Kennzeichnung des Tones, in dem dies 104Seiten starke Heft gehalten ist, folgende Kraftstellen wörtlichmitzutheilen.
„Wohl aber wissen wir, daß wir auf Widerspruch stoßenwerden, wenn wir als das Ergebniß unsrer Kritik aussprechen,daß das Werk in seiner ganzen Anlage und großentheils auchin seiner Ausführung durchaus verfehlt ist. Das Publikum hatvon vornherein ein günstiges Vorurtheil für ein Werk über deutscheSprache, das den Namen der Gebrüder Grimm an der Stirneträgt, wie wir selbst auch mit dem günstigsten Vorurtheil an dasWerk herangegangen sind. (S. 5) . . . Heiliger Gott! werdenwir Deutsche denn nun und nimmer diesen leidigen Zopf loswerden? fJakob Grimm giebt als nächste annähernde Be-griffsbestimmung dem deutschen Wort das lateinische bei) mußmau denn wirklich, um deutsch zu verstehen, nothwendig Lateinischkennen? und giebt es denn wirklich keine andere Bildung, alsdie sogenannte gelehrte? Aber nun ist obendrein — es istnicht zu hart ausgedrückt — die lateinische Erklärung eitelgehaltloses Flitter- und Prunkwerk svon Sandersgesperrt gedruckt!. Ich spreche hier nicht von dem unüber-windlichen Uebelstand, daß die lateinischen Erklärungen in vielenFällen unzutreffend sind und sein müssen, . . . nein, ich sprechehier von dem, was sich lateinisch ausdrücken ließe (S. 29). . . Engländer, Franzosen, Italiener u. s. w., alle Völker gebenin derartigen Wörterbüchern die Erklärung in ihrer Mutter-sprache und — der Deutsche sollte allein auf eine fremde Spracheund zwar ans eine todte angewiesen sein?! Sünde wäre jedesWort, das man darüber weiter verlöre! (S. 31) . . . Wenn aber,auf derselben Seite mit der Altschen, „Tante Voß" svon Sandersfettgedruckt) als Auktorität aufgeführt wird, so ist das wahrhaftunerträglich . . . daß derartige Zeitungsannoncen für die