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Material liegt uns vor, aber noch kann es nicht abgeschlossensein und bedarf von vielen Seiten ergänzender Ausfüllung.Denn abgesehen von sorgsam angeordneten, großentheils vor-trefflich, zum Theil lässig gefertigten und mühevolle Nach-sammlnng fordernden Auszügen aller oder der meisten vor-ragendcn Schriftsteller, abgesehen von diesem beträchtlichenVorrath, ist uns aus der Hand sprachgelehrter Kenner, die dazubefähigt gewesen wären, selbst persönlich befreundeter, kaum einnennenswerther Beitrag zu dem schweren Werk geleistet worden.Entweder mißtrauten sie dessen Ausführung, oder es lag ihnenstärker an, eigne Arbeiten zu fördern als ein in solchem Umfangvielleicht nie wiederkehrendes Unternehmen. Mit Berichtigungenund Zusätzen zu den erschienenen Heften ist jetzt nichts gethan,dergleichen sind leicht zu machen und im Flusse der warmenArbeit ärgern oder schmerzen sie mehr, als daß sie helfen.
Wir glauben etwas Praktisches und dem Augenblick An-gemessenes vorzuschlagen, wenn hiemit wir Unbekannte und Be-kannte ersuchen, ihren Blick abwendcnd von dem jähen Abgründedes ganzen Werks, an den wir unser Auge gewöhnt haben,immer nur den Buchstab, der zunächst erscheinen muß, ins Gesichtzu fassen, auffallende, bedeutende Wörter daraus zu sammeln,und nach unserer Weise ausgezogen, auch durch Citat beglaubigt,wo thnnlich auf kleinen Zettelchen, allmählich und mit dem ganzenWörterbuch vorschreitend, an uns gelangen zu lassen. Wohl-wollende deutschgesinnte Zeitungen bitten wir, diese Bekannt-machung aufzunehmen und weiter zu verbreiten.
Jakob Grimm. Wilhelm Grimm."
Der Ansicht, daß „mit Berichtigungen und Zusätzen zuden erschienenen Heften jetzt nichts gethan sei", war aber nicht1>r. Daniel Sanders. Er ließ bei Hosfmann und Campe 1852ein Heft erscheinen unter dem Titel: „Das Deutsche Wörterbuchu. s. w. kritisch beleuchtet von I)r. Daniel Sanders. Motto:
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