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ist — in dem Absingen von Trauerchören znm Gedächtnis) destragischen Schicksals, dem das Haus "Alis, des vierten Cha-lifen und Nationalhelden der schottischen Perser, zum Opfergefallen. Vor allem ist es die ergreifende Leidensgeschichte von"Alts Lieblingssohne Husain und seiner Familie, diesen inder Schlacht von Karbala 680 (A. H. 61) gegen den grau-samen Omajjaden Jazid gefallenen Märtyrern, die dem dichten-den Volksgeiste — denn bisher kennt man noch keine indivi-duellen Theaterdichter — eine Fülle echt dramatischen Stoffeszugeführt, und Stücke wie die „Hochzeit des Oüsim", der „TodHusains" und die „Christenmaid" enthalten neben manchenSonderlichkeiten Szenen voll erschütternder Tragik, Es herrschtin ihnen derselbe warme und innige Gefnhlston, dasselbe reinmenschliche Interesse, wie z. B. im Oberammerganer Passionsspiel;es ist ihnen aber auch ein stark patriotisches Element beigemischt;und da sich neuerdings der Kreis der Stücke bedeutend erweiterthat und verschiedene, von der ursprünglichen Leidensgeschichte fastschon ganz abgelöste Stoffe in denselben hineingezogen worden sind,so kann man sich der Hoffnung auf eine stetige Fortentwickelungder Ta"zieh zu einem nationalen Kunstdrama, falls nicht äußereEinflüsse lähmend darauf einwirken, wohl mit gutem Grundehingeben!
Die kurze Skizze der schönen Literatur, d. h. der eigent-lichen Nationalliteratur Persiens ist hiermit abgeschlossen; dieLiteratur im weiteren Sinne, die wissenschaftliche und gelehrte,liegt außerhalb des Bereiches dieser Arbeit, und wir wollenzum Schluß nur noch einen kurzen Blick auf diejenigen Zweigederselben werfen, die entweder auf der Grenzscheide von Poesieund Prosa stehen, oder der Aneignung und Nachbildung fremderDichterwerke gewidmet sind. Eine ungemein reiche und dankens-werthe Thätigkeit hat der iranische Geist seit Bal"amis Ta-bar!-Uebersetzung (siehe oben) auf historischem Gebiete entwickelt,
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