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Die mystische, didaktische und lyrische Poesie und das spätere Schriftthum der Perser
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Chnsran hervor. Der letztere, der 1325 (A. H. 725), zweiJahre vor seinem Freunde Hasan starb, nimmt, wie schonfrüher einmal betont worden ist, unter allen persischen PoetenIndiens sowohl um seiner reichen Phantasie, seiner künstlerischenGestaltungskraft und seines vorzüglichen Stils, als auch umdes bedeutsamen historischen Werthes seiner Schriften willenunbedingt die erste Stelle ein. Fünf umfangreiche Diwane, dieLieder seiner frühesten Jünglingszeit, seines ersten Mannesalters,seiner Vollreife, seines späteren Alters und seiner letzten Lebens-jahre enthaltend, bezeugen die Vielseitigkeit seines lyrischenTalentes, neun Mathnawis seine Meisterschaft ans epischem Ge-biete. Ein einziges seiner Ghazelen mag hier.zur Probe ange-führt werden:

Darf mein Blick auf ihrer Schönheit ruhu, o sel'ge Morgenzeit,

Glück des Himmels, schwebt vorbei mir jene mondesgleiche Maid!

Wie ergeht mir's, wenn ich sterbe, weil ihr Anblick mir versagt?

Und doch! einen Augenblick nur sie zu sehn, ist schlimmeres Leid,

Schau von fern ich nur ihr Antlitz, geht mir's wie dem Ketzer wohl,Winkt von Weitem ihm das Eden, flammt die Hölle ihm zur Seit.

Eh nicht ans der Leichcnwegkost tief im Staub das Haupt mir ruht,Hängt am Staube deiner Schwelle treu mein Haupt in Ewigkeit.

Sprich nicht, Freund:Laß eitlen Gram doch I" tief im Herzen steckt der Pfeil;Was denn frommt's, bist du den Dorn auch ans dem Fuß zu ziehu bereit?

Vier unter den nenn Mathnawis verherrlichen zeitgenössischeEreignisse unter der Regierung/AlL-uddin MuhammadSchah Childschis, Kaisers von Delhi (12961311), seinesVorgängers Firnzschah, und seines Nachfolgers Qutb-uddin MubarakschLH, nämlich Miftäh-ulfutuh oderder Schlüssel der Siege, QirLn-ussadain oder die Vereini-gung der beiden Glücksgestirne, Nuh Sipihr oder die neunSphären, und die Liebesgeschichte von Chisrchan und Du-walrüni; die andern fünf sind die erste vollständige Nach-ahmung der sogenannteil Chamsah (desFünfers") d. h. der( 188 )