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Die mystische, didaktische und lyrische Poesie und das spätere Schriftthum der Perser
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Gerade wie DmarChajjum in seinen Vierzeilen, so hat aucher, ausgewachsen in den Lehren und Ausdrucksformen der Der-wische, ihre hergebrachten Bilder und Gleichnisse, ihre ganzeGefühls- und Anschauungsweise benutzt, um in dem schillerndenGewände derselben den rein menschlichen Ideen von einem fröh-lichen, sorgenlosen und unbekümmerten Natur- und LebensgenußAusdruck zu leihen. Auch er feiert den alten Wirth der Wein-schenke, den Pilgrim auf dem Wege zu diesem, Liebchens Locken-haar, ihre chpressenschlanke Gestalt aber sein Liebchen, seinWein und seine Schenke sind, was auch immer die morgen-lündischen Erklärer dagegen Vorbringen mögen, in den meistenFällen in ihrem wirklichen Sinne zu fassen, und darin geradeliegt der hohe Werth seiner Dichtungen. Mag er immerhinhie und da, der herrschenden Richtung folgend, ein mystischesLied zur Feier der Gottheit gesungen haben, das wahrhaft echtund tief Gefühlte in seinen Gedichten gilt der Erde und ihrenFreuden. Feind aller mönchischen und klösterlichen Duck-mäuserei und Heuchelei, fordert er durch seine im erhabenstenSchwünge dahinflnthenden Verse die Menschheit zum Gottes-dienste der Liebe und der wohl verstanden in Maßund Schranken bleibenden Weltlnst auf, und die Saiten seinerLeier klingen wieder von den, zwar in ein heiteres, oft keckesBildergewand gekleideten, aber nichtsdestoweniger tiefsten undgewaltigsten Ideen der Menschenwürde, des Freimuthes undder Freisinnigkeit, die gegen alles Zelotenthum unerbittlich zuFelde zieht. Sittenreinheit und Herzenslanterkeit, Geistesadelund Geistesgröße sind ihm das einzige des menschlichen RingensWürdige hienieden, und mit derselben Wahrheitsliebe, Offenheitund unerschrockenen Kühnheit, mit der S a'di den Großen seinerZeit seine eindringlichen Mahnungen zngerufen, geißelt auch erden Trug- und Scheinglauben seiner Zeit, unbekümmert umNeider, Schmäher und Hasser!

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