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Die mystische, didaktische und lyrische Poesie und das spätere Schriftthum der Perser
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Bald faßt ihn Fiebergluth, bald grimmer Schmerz,Schon drängt sich Seel' nnd Herz ihm lippenwärts;Es ist sein Antlitz, siebcrgelb nnd blaß,

Im Schweiße wie ein Hcrbstblatt feucht nnd naß.Kurzum! vor Schmerz verzweifelt bis znm TodKlagt er im Wehrnf seines Herzens Noth,

Die von Sekunde zu Sekunde steigt,

Bis ganz verwandelt er zuletzt sich zeigt.

Da ruft den Prinzen er:Hier mein Vermächtniß,Vernimm cs jetzt und wahr' cs im Gedächtniß!Regier' und herrsche i» Gerechtigkeit,

Thn was du magst, doch Frevel laß bei Seit!

Kannst selbst du nirgends einen Durchweg schauen,Faß eines And'ren Saum dann voll Vertrauen!

Sieh auf den Derwisch stets mit Wohlgefallen,

Denn er ist der Erhabenste von Allen!

Wer sich bewußt der Selbstcntüußernng,

Den reizt nicht mehr der Königsherrschaft Prunk.Schon Mancher hat, auf's Ende wohl bedacht,

Sein Fnrstenkleid vertauscht mit Bettlertracht.

Wer dir ein Unrecht klagt, das er erlitten,

Und jammernd fleht:Erhöre meine Bitten!"

Dem zeig' ein rosig Lächeln zum Empfang,

Und leihe deiner Rede süßen Klang.

Thu Abbruch nie dem Werth der Wissenschaft,

In Ehren halte des Gesetzes Kraft,

Denn das Gesetz cs ist des Rechtes Waage,

Ist aller Dinge Stamm und Unterlage."

Drauf gab dem Herrn, der sic in's Dasein rief,

Der Chusrau heim die Seele nnd entschlief.

Laut wurde Aller Schmerz in Trauerklagen;

Wie groß das Weh, vermag kein Mensch zu sagen.Des Seufzers Flamme stieg zum Himmelsdom,

Bis hin zum Oxus floß der Thränen Strom.

Es sank in Staub der Thron, seit fort im FlugDes Säcnls Salomo der Windstnrm trug.

Man seufzte schmerzgeprcßt mit eigner HandZerriß in Fetzen man das Brustgewand,

Wusch dann mit Thränen Chnsraus Leib o GransWählt' ihm ein Leichenhemde köstlich ausVon edlen Stoffen, trug ihn fort zum Grabe,

Und gab dem Staub ihn hin als Schatz nnd Habe.