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oder Brot und Zuckerwerk, und Schir u Scholar oder Milchund Zucker, ganz besonders drei Verherrlichungen platonischerLiebe hervor, die unter der Hülle sentimentaler Jugendfrenndschaftdas unablässige Werben des Oüfl mit zarten, jeder Sinnlichkeitentkleideten Farben schildern: Muhammad "Assar TabrizlsMihr u Muschtari oder Sonne und Jupiter (1376, A. H. 778),Mahmud 'Ärifls Halnama oder Gni u Tschaugan, dasBuch der Ekstase oder Ball und Schlägel (1438, A. H. 842), unddes mehrfach erwähnten Hilali Schuh n Gada, oder Schahn, Darwisch, König und Derwisch. Dichterisch am bedeutendstenist das letztgenannte Epos, dem eine Fülle trefflicher Natur-schilderungen noch einen ganz eigenartigen, ewig frischen Reizverleihen, wie das folgende etwas gekürzte Kapitel — „Beschreibungdes Herbstes, Tod des Fürsten und Vermächtniß desselben an denPrinzen" bestätigen wird:
So fügt der Kreislauf es der Rächt' und Tage,
Daß stets dem Lenze folgt des Herbstes Plage;
Und niederwärts das gelbe Antlitz neigtDas Grün, das bis zum Himmel sich verzweigt.
Genaht ist nun die Zeit auf's Nene schonDes Blättcrfalls — das grüne Heer entflohn —
Die Rose schwand — des Vogels Lied wird still,
Wem frommt sein Sang, da Niemand hören will?
Der Turteltaube Seufzer sind verklungen.
Die Lilie schweigt trotz aller ihrer Zungen;*
Das Veilchen, dessen Rücken sich gebogen,
Hat selbst ein Tranerklcid sich ungezogen;
Nur Dornen schmücken noch den Nosenhain,
Der Atlas fehlt — die Nadel blieb allein.
Vom Weinstock sinkt mit jeder lant'rcn TraubeEin Stück Rubin herab zum Erdenstaube.
Zn solcher Zeit, da Fürstin Ros' entwichen.
Vor Trennungsweh die Nachtigall verblichen,
Schickt auch der Fürst aus seines Reiches BannZur Reise in die ew'ge Welt sich an.
» Tas heißt ihrer zehn Blätter, die mit Zungen vergliche» werden.