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Die mystische, didaktische und lyrische Poesie und das spätere Schriftthum der Perser
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Bösen, von der Gleichgültigkeit menschlicher Achtung und Werth-schätzung und ähnlichen Anschauungen findet sich bei unseremDichter nichts ihm gilt gerade der gute Name, der Nach-ruhm als das Höchste und Edelste, was der Mensch hier aufErden sich erringen kann!

Diesen gemäßigten Anschauungen Saudis ist es denn auchwohl hauptsächlich zuzuschreiben, daß bei der hochgehendenStrömung trunkener Ekstase und verzückter Schwärmerei, wie siemm einmal in der persischen Dichtkunst herrschend geworden,der Bnstan und Gulistan, trotz ihrer großen Beliebtheit, nurin seltenen Fällen späteren Dichtern als Vorbild gedient haben.Seitenstücke zum Bnstan sind das Dastnrnama oder Buchder Lebensregeln, von Nizarl aus Kühistan, einem 1320(A. H. 720) gestorbenen Freunde Saudis; die Dahbab oderzehn Kapitel, auch Tadschnlsat oder Analogien genannt, vonSchanis-uddln Katibi aus Nischapür (gestorben zwischen1434 und 1436, A. H. 838 oder 839); 'Adl n Dschauroder Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, von Qazl Jchtijar ausTurbat (verfaßt zwischen 1503 und 1506, A. H. 909 bis 911);das trotz seines mystisch anklingenden Titels rein ethische Ge-dicht tzifat-aUaschiqin oder die Eigenschaften der Liebenden,von dem schon früher unter den Nachahmern von Nizam 1sLaila und Madschnnn genannten Hilall, und der Gulzaroder Rosenflor von Hairati aus Tun (gestorben 1554, A.H. 961). An den Gulistan schließen sich als Werke ähnlicherArt der Baharistan oder Frühlingsgarten (1487, A. H. 892)von Dschami, dem letzten großen persischen Dichter, und diebeiden, den gleichen TitelNigaristan" oder Bildersaalführenden Sammlungen moralischer Erzählungen und Anekdotenvon MnUn-uddln Dschnwainl (1335, A. H. 735) undAhmad bin Sulaiman bin Kamalpascha (1532 oder1533, A. H. 939) an. Unabsehbar dagegen ist die Reihe mehr

( 179 ).