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Pfeiler, um die sich der ewig frische Epheu seiner praktischenWeisheitslehren, seiner geistvollen Erzählungen und reizendenAnekdoten in üppig wuchernden Ranken schlingt. Weniger ge-dankentief, aber reicher an treffendem Witz und von größererGefälligkeit und Abwechslung im Styl ist der aus gereimterProsa und Versen gemischte und bei der großen Menge weitausbeliebtere Gulistan, der in acht Kapiteln von den Königen unddem Hofleben, von den Gesinnungen der Derwische, dem Wertheder Genügsamkeit, den Vortheilen des Stillschweigens, von Liebeund Jugend, Schwäche und Alter, dem Einflüsse der Erziehungund den Regeln des Umganges handelt. Um aber die Lebens-anschaunngen ScUdls voll und ganz würdigen zu können, müssenauch seine übrigen, vorwiegend der didaktischen Lyrik ange-hörigen Dichtungen, die an Umfang den BnstLn und Gnlistnnfast um das Doppelte übertreffen, in gebührende Betrachtunggezogen werden. Zu diesen gehören 1. die schon oben erwähntenarabischen Qayiden, die mit einer Elegie auf die EroberungBaghdnds durch die Mongolen und den Untergang des letztenChalifen Al-MnstcUyim (1258, A. H. 656) beginnen; 2. diepersischen Qayiden, die theils panegyrischen, theils Paräne-tischen Charakters sind; 3. die MarLthi oder Trauergedichte,von denen das erste den Tod des Atnbeg Abnbakr, das letztenoch einmal den tragischen Tod des letzten Chalifen besingt;1. die Mulamma'Lt oder Ghazelen mit abwechselnd arabischenund persischen Distichen, mehr durch Reimkünstelei als durchwirklichen poetischen Gehalt sich auszeichnend; 5. die ebenfallsziemlich gekünstelten TardschUnt oder Refrainghazelen, elegischenCharakters, 23 an der Zahl, von denen jedes mit demselbenDistichon schließt; 6. die eigentlichen Ghazelen oder Oden invier getrennten Sammlungen, den Tajjibnt oder lieblichenGedichten, den Badä/U oder Gedichten von besonderer rhetori-scher Feinheit, den Chawntim oder Siegelringen, d. h. kost
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