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ganz Persien in ein trostloses Chaos gestürzt wurde, beschloßSa^di, angeekelt von dem wüsten Treiben in seinem Heimath-lande, in die Fremde zu ziehen, und damit beginnt die zweitePeriode seines Lebens, die Zeit seiner von 1224 bis ungefähr1254 oder 1255 dauernden Wanderjahre, lieber Balch, Ghaznaund das Pandschab ging er zunächst nach Gudschcrat, verweiltedann einige Zeit in Delhi, lernte dort HindüstLnisch, das erebenso wie seine in Baghdad erworbenen arabischen Kenntnissepoetisch verwerthete (letztere in einer Reihe vorzüglicher arabischerOayiden), und schiffte sich zuletzt nach Jemen ein, von wo ihnseine Wanderlust weiter nach Abyssinien, dann zurück nachArabien und endlich, nach erfüllter Wallfahrtspflicht, nachSyrien trieb. Damaskus und Baalbeck fesselten ihn eine ge-raume Zeit; an beiden Orten genoß er als weitberühmter Scheicheiner allgemeinen Verehrung, die noch dadurch erhöht wurde,daß er sich, und zwar mit entschiedenem Glück, als Kanzel-redner versuchte. Den Charakter seiner Predigten kennzeichnenam besten die fünf, in der zweiten Prosaabhandlung seiner ge-sammelten Werke vereinten Homilien religiös-güfischen Charak-ters, über die Flüchtigkeit des irdischen Daseins, über Glaubenund Gottesfurcht, über die Liebe zu Gott, über Ruhe in Gott,und über das Suchen nach Gott. Als er dann wieder einmaldes Stadtlebens überdrüssig geworden war, zog er sich in dieWüste um Jerusalem zurück und führte dort das Leben eineswandernden Einsiedlers, aus dessen friedlichem Glück ihn aberdie rauhe Wirklichkeit nur zu bald aufschrecken sollte. Aufeinem seiner Streifzüge ward er von einer Abtheilung fränki-scher Soldaten aus dem Heere der Kreuzfahrer ergriffen undals Gefangener nach Tripoli geschleppt, wo er in den Lauf-gräben der Festung harten Frohndienst thun und unsäglicheBeschwerden erleiden mußte. Erst durch das Lösegeld einesreichen Freundes in Aleppo ward er aus dieser unerträglichen
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