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Tod, der die Seele cius den Bonden des Körpers gleich einemim Käfig gefangenen Vogel befreit, so kommt ihm die vonunserem Dichter zuerst zum vollgültigen Lehrsatz der persisckwnTheosophie erhobene Seelenwandernng zur Hülfe; durch Stein,Pflanze, Thier, Mensch und Engel hindurch muß er sich zurStufe der Vollendung emporschwiugen. Da nun alle Individuenund Dinge unter sich und zusammen wieder mit Gott eins sind,so giebt es auch für den vorgeschrittenen tzüfi keinen Himmelund keine Hölle mehr; selbst der Unterschied zwischen gut und- böse ist für ihn aufgehoben, da beide ja nur, gerade wie diewechselnden Glaubensformen, Erscheinungsweisen des einen, ewiggleichen Urseins sind. Freilich, an die gefährlichen und für dassittliche Bewußtsein eines Volkes geradezu verderblichen Folge-rungen von der völligen Gleichgültigkeit der menschlichen Hand-lungen, von der Erlaubtheit irdischer Freuden und Genüsse inunumschränktem Maße und der Gesetzlichkeit aller, auch derschlechtesten Mittel, wie sie viele Derwische neuerer Zeit wirklichgezogen und so den idealen Pantheismus in krassen Materialismusumgewandelt haben, ist weder von Dschalül-uddin noch vonFarid-uddin "Attar beim Ausbau ihrer Systeme jemals auchnur im geringsten gedacht worden. Im Gegentheil! gerade' Dschalal-uddin betont mit ganz besonderer Schärfe die Noth-wendigkeit des guten Handelns; nur durch edle Thaten kanndes Lebens Summe Zinsen tragen, nur redliches Beginnen kannauf dem Marktplatz der irdischen Welt des Menschen Wohlstandfördern!
Dieser letzte Punkt ist vielleicht der einzige, in dem sichdie Anschauungen des größten Mystikers mit denen des größtenMoralisten und Didaktikers Persiens, des im Morgen- wie imAbendlande gleich gefeierten Sa'di völlig decken, der sonst inbedeutsamem Gegensätze zu diesem seinem Zeitgenossen steht.Muscharrif-nddtn bin Mnylih-nddin, der sich später zu
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