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Die mystische, didaktische und lyrische Poesie und das spätere Schriftthum der Perser
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erschrocken davor znrnckbeben und erst nach langem Zögern undängstlichem Bedenken dem Beispiel der Wenigen folgen, die sichvon Anfang an zur Fahrt bereit erklärt und bei dem Wiedehopfüber das Wo und Wie unterrichtet haben. So brechen sie dem,insgesammt auf und durchwandern unter unzähligen Mühenund Beschwerden die sieben Thäler, die zwischen ihnen unddem Berge KLf liegen; aber ein Vogel nach dem anderen findetdurch Hunger, Durst oder Ermüdung seinen Tod. Als sieendlich beim Simurg oder Phönix aukommeu, sind sie bis aufdreißig zusammengeschmolzen. Da nun das Wort Simurgselberdreißig Vögel" bedeutet, so springt die ungemeinfeinsinnige Allegorie dieses Gedichtes sofort in die Augen. DieJünger der höheren Gnosis sind die Vögel, der Phönix ist Gottselbst, und die sieben Thäler sind die oben eingehender be-schriebenen Stufengrade oder Stationen auf dem mystischen Wege,durch die sich aber nur die wenigen wirklich berufenen ^üfishiudnrchzuarbeiten vermögen, um endlich in den Schoß der Gott-heit zurückznsinken, mit der sie von Ewigkeit her eins gewesen.

Einen noch höheren Triumph feierte die mystische Poesiein Muhammad bin Muhammad bin Hnsain, gewöhnlichManläna Dschalal-uddin Rnmi genannt, der an Tiefe derAuffassung wie an Schwung und Hoheit der Sprache alleDichter des Orients übertrifft. Geboren am 30. September 1207(A. H. 604) zu Basch in ChorLsan, wo seine Familie seit

undenklichen Zeiten in Wohlstand und allgemeiner Verehrunggelebt, mußte er schon im fünften Jahre seines Lebensmit seinem Vater Bahü-nddin Walad, der durch seinenGelehrtenruf und seine freimüthige Beredsamkeit die Eifersuchtdes Sultans wachgernfen, sein Heimathland verlassen undein unstätes Wanderleben beginnen, das ihn zuerst nach

Malatia, dann nach dem armenischen Erzindschün und zuletztnach Larinda in KleinasienRum, wie es die Orientalen